Frances Jerard in Berlin.

Sie hat in ihrem Leben in Neuseeland schon viel erlebt, in verschiedenen Berufen gearbeitet, Projekte initiiert und sich immer wieder neu erfunden. Ihre Leidenschaft aber gehörte von je her der Mode und so hat Frances Jerard seit ein paar Jahren viel Mut, Geld und Herzblut investiert und ihre eigene Kollektion geschaffen. Sie reiste umher, besorgte ausgefallene, hochwertige Stoffe, entwarf eine unglaubliche Vielfalt an Modellen in ihrem ganz eigenen Stil, ließ sie professionell in ihrer Heimat nähen. Hunderte Teile kamen so zusammen, alles Unikate. Es gibt keine Größenauswahl, keine Variationen, jedes Teil ist ein Einzelstück und trägt eine unverwechselbare Handschrift.

„Dressing life to the full“ nennt Frances Jerard ihre Berufung. 2017 packte sie eine Auswahl ihrer Kleider ein und reiste von Christchurch nach New York, wo sie durch eine Empfehlung von der Fashion Week zu einer eigenen Show eingeladen worden war.

Die Präsentation erregte in der Branche Aufsehen und weckte das Interesse der Einkäufer von New Yorker Departmentstores und internationalen Modehäusern.
Kaum zurück zuhause in Neuseeland, lernte sie dort einen Berliner kennen, der ihre zweite Leidenschaft wurde. Sie folgte ihm in den Prenzlauer Berg und arbeitet nun auf der anderen Seite des Globus am roll-out ihres Labels.

Gestern hat Frances in der Kollwitzstraße ihren ersten Pop-Up-Shop eröffnet, der zwei Monate geöffnet bleibt und für sie, wie sie sagt, auch ein persönlich erlebbares Labor für die weitere Entwicklung ihres Labels ist: Wie kommen ihre Entwürfe an? Was wünschen sich potenzielle Kundinnen von ihr? Wie kann sie Fans für sich gewinnen? Der erste Tag war vielversprechend, nachdem er mit einem Besuch der Botschafterin Neuseelands begann. Viele spontane Besucherinnen waren begeistert und wollen wiederkommen. Frances ist ein lebendiges Unikat, wie ihre Kleider. Und sie ist als Designerin vor Ort, ansprechbar, herzlich und wissbegierig. Allein das und die Geschichte der kreativen Neuseeländerin in Berlin, ihr offenes Wesen sind einen Besuch und ein Kennenlernen wert.

Den Raum für ihren Showroom fand Frances bei einer ebenso starken Frau, die sie in ihrer Galerie temporär aufnimmt: Die Künstlerin Jeanne Koepp ist gebürtige Dresdnerin und schon seit dreißig Jahren in der Kollwitzstraße ansässig. Sie gestaltet in Handarbeit Keramik-Editionen, Objekte aus mundgeblasenem Muranoglas und faszinierende Collagen, die Geschichten erzählen und auch gesellschaftskritische Themen wie Rassismus oder den Kolonialismus spiegeln.

Beide Frauen und ihre kreativen Arbeiten sind ein echter Slowretail-Geheimtipp im Prenzlauer Berg!

Frances Jerard – Dressing life to the full
Pop-Up-Shop in der Galerie Jeanne Koepp
Kollwitzstraße 53, 10405 Berlin
bis 7. September 2021
Webseite von Frances Jerard

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