Dries van Noten in Antwerpen.

Foto: blogs.lexpress.fr/cafe-mode

Der inflationär bemühte Gattungs-Begriff „Flagship-Store“ ist eigentlich nicht der richtige für manche Läden, die als stolze Botschafter die Fahne für ihr Markenuniversum und ihre Produktwelt hochhalten. Es gibt weltweit nur ein paar Dutzend davon, denen man wirklich ansieht, dass sie ihre ganze eigene Identität entwickelt haben und dadurch faszinieren.

Der Laden des belgischen Designers Dries van Noten in Antwerpen gehört nicht zur Avantgarde der Modetempel, ist kein künstliches Architektenprodukt. Im historischen Kaufmannshaus „Het Modepaleis“, das wie die flandrische Antwort auf New Yorks Flatiron-Building anmutet, hat Herr van Noten seinen ersten Laden vor gut einem Jahrzehnt eingerichtet. Dries van Noten entstammt in dritter Generation einer traditionellen Schneiderfamilie und sein „Flagship“ war ironischerweise ursprünglich Sitz des stärksten Konkurrenten der Familie in Antwerpen.

Foto: showtex.com

Das fünfstöckige Gebäude wurde behutsam restauriert und sogar der alte Name blieb erhalten. Alles hier ist wert-voll im Wortsinne: die Räume, die Ausstattung, die Mode, die Kommunikation. Ein exzellentes Beispiel dafür, wie Modernität mit Altem harmoniert. Seit der Designer hier residiert ist Antwerpen Belgiens Modestadt Nr.1 und die Nationalestraat wurde zur Luxusmeile. Für mich ist dieser Laden (trotzdem) ein magischer Ort und wenn hier ein Zimmer frei wäre, würde ich einziehen.

Dries van Noten, Het Modepaleis, Nationalestraat 16, B-2000 Antwerpen

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