El Ateneo in Buenos Aires.

Zum Lesen in die Loge – Bibliophile Argentinier können hier Tage verbringen. In diesem historischen Theater wird heute Kultur in Form von Büchern inszeniert. Die Bühne ist Café und lädt Jedermann ein, sich inmitten der hektischen Großstadt auf einen literarischen Austausch mit gleichgesinnten einzulassen. In the box for reading – Bibliophile Argentines can spend days here. In this historic theatre today culture is performed in … El Ateneo in Buenos Aires. weiterlesen

Gesucht: Ein Concept Store für Seefeld in Tirol.

Die Alpen sind bislang weitgehend eine Concept Store-freie Zone. Das möchte ein Leser dieses Blogs, und Fan innovativer Läden, nun ändern – und hält zugleich ein passendes Ladenlokal im Herzen des malerischen Seefeld dafür bereit. Ein Ansinnen, das ich hier gerne weitergebe. Seefeld in Tirol ist einer der Spitzen-Urlaubsorte der Alpenregion. 10 Monate im Jahr ist hier Saison und zwei Millionen übernachtende Touristen suchen, nach … Gesucht: Ein Concept Store für Seefeld in Tirol. weiterlesen

Lieblings in Frankfurt.

Lieblings in Frankfurt ist ein Dritter Ort – in dreifacher Hinsicht. Neben dem Stammhaus in Fulda und einer Zweigstelle in Soller/Mallorca haben die Eigner nun auch den Schritt nach Frankfurt gewagt. Dort wiederum findet sich der Concept Store weder in der schnöden Zeil noch in den unerschwinglichen Sphären der Goethestraße sondern im neu geschaffenen (großartigen) Paralleluniversum des Lokalvisionärs Ardi Goldman, dem MA* Quartier. Und der Lieblings selber ist in sich ein Dritter Ort – nicht nur zum Shoppen oder Verweilen sondern zum Erstarken des eigenen, guten Lebensgefühls.

Für mich ist ein Besuch bei Lieblings ein bisschen so, wie einen guten Kinofilm zu besuchen – „Lieblings in Frankfurt.“ weiterlesen

Ach, Karstadt.

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Foto: Karstadt

Ein Besuch im Düsseldorfer Karstadt, Schadowstraße, ist für mich immer ein Angang – gestern musste er mal wieder sein, denn das Haus hat nach innerer Modernisierung eine (entscheidend notwendige) Metamorphose vor der tickenden Uhr und lockte zur Saisoneröffnung mit großem Brimborium. Während die Branche den Countdown für den Untergang des Warenhauskonzerns herunterzählt, ist in den ersten Häusern die wohl einschneidendste Veränderung seit der Gründung 1881 passiert. Trotz Abtritt des CEO Ende des Jahres ohne bislang benannten Nachfolger, Gerüchte um Verkaufsgelüste des Eigners Berggruen, Studien über die Ignoranz der Stammkunden zu den Veränderungsprozessen, Betriebsrats-Umtriebe, Umsatzrückgänge, aussichtlose Erfolgserwartungen in den Provinzhäusern. Einserseits.

Andererseits: Karstadt hat, entgegen aller Erwartung, „Ach, Karstadt.“ weiterlesen

Das KaDeWe ist verkauft.

aus dem heutigen Immobilien-Newsletter von Thomas Daily: KaDeWe und weitere Karstadt-Häuser für 1 Mrd. Euro verkauft Die österreichische Signa Holding um den Immobilieninvestor René Benko kauft für gut 1 Mrd. Euro mehrere Karstadt-Häuser in Deutschland, darunter das Berliner „Kaufhaus des Westens“ (KaDeWe). Einen entsprechenden Bericht der deutschen Online-Ausgabe des „Wall Street Journal“ haben Marktkreise gegenüber TD bestätigt. Der Deal soll allerdings erst Anfang des kommenden … Das KaDeWe ist verkauft. weiterlesen

Der Rat für Formgebung lädt ein.

Der Rat für Formgebung (German Design Council) hat mich zu seiner diesjährigen Retail Design-Tagung am 18. Oktober in Frankfurt als Referent eingeladen. Mein Thema: „Slowretail – Designtempel vs. Läden mit Seele„.

Wo etwa 150 Designer, Architekten und auch Retailleute zusammentreffen, kann es gefährlich sein, sich allein auf, vermeintlich innovative, Äußerlichkeiten für neue Handelskonzepte zu beschränken. Groß ist hier vermutlich die Verlockung, Reißbrettentwürfe auf den Thron zu heben – ohne dabei das Einzigartige und Besondere zu beachten, das Läden erst erfolgreich macht. Denn ein modern gestylter Laden hat noch lange keine Seele. Oft ist es gerade das Unperfekte, Improvisierte, das fasziniert und wieder kommen lässt.

Mal Hand auf’s Herz: Irgendwie weiß man doch heute schon kaum noch, ob man gerade in einem sanierten Karstadt-Haus oder in einem neuen, gehypten Monolabel-Store nach den Klamotten schaut, die ohnehin keiner wirklich braucht. „Der Rat für Formgebung lädt ein.“ weiterlesen

Abercrombie & Fitch – die Ersatzreligion.

Foto: styleranking.de

Abercrombie & Fitch öffnen morgen die Pforten zu ihrer neuen Kathedrale in Düsseldorf. Erstaunlich, daß selbst die Hohepriester der banalen US-Sportswear an diesem pseudo-großstädtischen Ort keinen Platz in 1A*****-Lage für ihr Gotteshaus fanden und daher in die einzelhändlerische Diaspora der „West-Kö“ ziehen mussten (die auch mit gutem Willen einfach nicht so gut klingt wie z.B. Westend oder West-Village, selbst als internationalisierte „West-Koe“ nicht).

Nun beginnt der Surfer-Orden A&F also hierzulande seine Missionierung. Natürlich nicht wie seinerzeit die Kirchenvertreter, die mit einem global verzweigten Netz an gebrainwashten Guerilla-Marketinglern durch Urwälder streiften und den ahnungslosen Ureinwohnern schräge Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählten (dies nicht ohne ihre Glaubwürdigkeit bekanntlich bisweilen durch Züchtigung oder kleine bis große Gemetzel zu unterstreichen).

Bei A&F geht es friedlicher zu. Und A&F machen angeblich keine Werbung. (Wenn man Godzilla-große Nackedeis an Häuserfassaden „Abercrombie & Fitch – die Ersatzreligion.“ weiterlesen

Apropos The Concept Store in Köln.

In einer vergessenen Einkaufspassage aus den 1970er-Jahren realisierten die rheinischen High- Fashion-Pioniere Klaus Ritzenhöfer und Daniel Riedo ihre Concept Store-Vision einschließlich Lounge- Restaurant. Luxusliebende finden hier jene Heldenmarken für Mode, Schuhe, Accessoires, Körperpflege und Wohngestaltung, die man sonst nur in den internationalen Shopping-Metropolen sucht. Der magentafarbene Korridor weist den Eingeweihten unmißverständlich ihren Weg in das sich ständig verändernde Paralleluniversum des Lifestyles mitten in Köln. Apropos … Apropos The Concept Store in Köln. weiterlesen

Hermès in Paris.

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Hermès ist auf dem Höhenflug. Zweistellig wachsen die Umsätze des Unternehmens gerade, das noch massgeblich in Familienhand ist und sich aktuell „freundlichen“ Anteilskäufen seitens des Luxus-Konzerns LVMH erwehrt.

Nun hat das Traditionslabel in seiner Heimatstadt Paris erstmalig die Seine überquert und in einem denkmalgeschützten Schwimmbad aus dem Jahre 1935 seinen neuesten Markentempel eingerichtet. Über 2.500 qm ehrwürdiger Platz für „Hermès in Paris.“ weiterlesen

Opening Ceremony, Tokyo.

Foto: Opening Ceremony

Opening Ceremony in Tokyo ist ein konzeptuelles Kaufhaus im Tokyoter Shibuya Bezirk, sozusagen ein Concept Department Store auf 8 Etagen. Als erste Außenstelle außerhalb der Vereinigten Staaten basiert das japanische Konzept auf einer Idee, die auf der letzjährigen Eröffnungsfeier des Opening Ceremony Stores in Los Angeles geboren wurde: Die Boutique als „Mini-Mall“. Man arbeitet mit Designern zusammen und schafft individuelle Markenwelten als Shop-in-Shops unter einem Dach.

Foto: Opening Ceremony

Soweit, so bewährt zunächst. Allerdings ist der kreative Anspruch hier bemerkenswert höher als z.B. bei den hiesigen Bekleidungshäusern, die ihre eigene Identität zugunsten der Markenshops an der Garderobe abgegeben haben. Hier ist klar, wo man sich befindet und man spürt, daß diese Kreativität allein der „Dachmarke“ Opening Ceremony zu verdanken ist. So kann Opening Ceremony Tokio als eine Totalrevision „Opening Ceremony, Tokyo.“ weiterlesen