Scandi Club in Bayreuth.

Skandinavisches Design ist mittlerweile global erfolgreich. Nun hat gestern im Fränkischen Bayreuth ein Concept Store eröffnet, der „Slow Shopping“ verspricht und für den die Macherin des Scandi Club einiges an spannenden Marken und Produkten aus dem hohen Norden zusammengetragen hat.

Ein Interview mit Gabi Krauß, die sich mit der Gründung als Quereinsteigerin so mutig wie entschlossen auf ein neues Abenteuer im Handel freut:

Gabi, Du bist wohl gänzlich unerschrocken, in diesen wilden Zeiten des Onlineshoppings und ohne lange Erfahrung im Handel, Deinen eigenen Laden zu eröffnen?

Tatsächlich hat es mich gepackt: Ich bin erst seit etwa 1 1/2 Jahren im Modegeschäft, bin eigentlich gelernte Erzieherin. Aus Spaß an der Mode und an Menschen habe ich zuletzt hier im selben Geschäft – einem bis dahin reinen Franchisestore der Marke Noa Noa – gearbeitet, das ich nun übernehmen konnte. Ich möchte aber mehr Vielfalt hinein bringen und so kam der Anstoß zu Scandi Club. Die Idee ist, die Skandinavische Lebenskultur in einem Store zu spielen und wir bieten ja mehr als nur Mode.

Deswegen steht auch Concept Store im Untertitel. Was gibt’s denn so?

Natürlich führen wir weiterhin Noa Noa, das hat sich hier seit zehn Jahren gut etabliert und wir haben viele Stammkundinnen. Daneben haben wir weitere nordische Fashion-Marken für uns entdeckt, z.B. Wood Wood, Hope und Cream – und, darauf sind wir hier in Bayreuth besonders stolz, Filippa K. Dieser Mix ist schon mal echt einzigartig und wir kombinieren das Ganze auch mit anderen Produkten: Da ist diese himmlische Schokolade von Konnerup & Co., die hippen Speaker und Power Bars von Kreafunk aus Dänemark und verschiedene, traditionelle Beauty-Kollektionen. Eine klasse Geschichte ist z.B. die von Swedish Stockings, die die Strumpfhose praktisch neu erfunden und vom Wegwerfartikel – der einen großen Teil der Abfälle in den Weltmeeren ausmacht – zum nachhaltigen Accessoire entwickelt haben. Und wir haben schöne Wohn- und Lifestyle-Objekte gefunden, die man sich oder anderen schenken kann.

Ihr steht also auch für die Geschichten hinter den Marken?

Nur Ware zu verkaufen wäre nicht unsere Sache. Es geht auch um Verantwortung gegenüber der Tradition und der Umwelt, ohne gleich Öko sein zu müssen. Jede unserer Marken hat eine authentische Geschichte, die ihr das Besondere gibt. Das interessiert die Menschen wieder immer stärker, auch im Frankenland.

Wenn Du „uns“ sagst, meinst Du…?

Wir sind im Stammteam zu viert und haben alle schon vorher hier gearbeitet, Almut de Fallios z.B. schon zeit zehn Jahren. Da haben sich langjährige Kundenbeziehungen aufgebaut und wir sind sicher, dass wir diese jetzt noch weiter ausbauen können, neue Kunden für uns begeistern werden.

Was ist dafür so geplant?

Wir haben ein kleines Café integriert, mit unserem traditonsreichen Österreichischen Partner Julius Meindl. Der kommt zwar nicht aus dem Norden aber wir finden, dass die entschleunigte Kaffeehauskultur gut zu unserem Slow Shopping-Konzept passt.
Außerdem kommen jede Menge Events für unsere Kunden. Vielleicht gibt’s später auch eine Club-Karte, damit der Scandi Club den Namen verdient. Auf jeden Fall nicht geben wird es einen Onlineshop, denn wir glauben an die Kraft des realen Erlebens und des Austauschs zwischen Menschen.

Scandi Club, Maximilianstr. 23, D-95444 Bayreuth

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