Pokémon Go Shopping!

Die Japaner melden sich zurück. Nintendo feiert den 20. Geburtstag seiner Pokémon-Story und setzt die Taschenmonster via Augmented Reality weltweit aus. Nach 200 Mio. verkauften Videospielen und 17 (!) Kinofilmen kann man schon vielerorts und bald überall buchstäblich über sie stolpern, Smartphone plus App vorausgesetzt.

Das Ganze ist ein globales Phänomen, verbindet die Massen, und man kann davon ausgehen, dass wir gerade erst den Anfang der Lizenz- und Merchandising-Welle erleben. Und die ist auch gut so, schließlich braucht die Wirtschaft immer wieder neue treibende Kräfte.
Offenbar nur in Deutschland nicht.

Es war eine Frage von Stunden nach dem Launch der App, dass sich die unzähligen, auf Veränderungen lauernden, „Ja, aber“-Krakeler hierzulande meldeten und es brauchte nur wenig länger, da hängten die ersten Händler „Hier No-Pokémon-Zone!“-Schilder an ihre Ladentüren. Denn plötzlich waren die Straßen, Malls und Fußgängerzonen voll, voll, voll mit Menschen. Uff, das ist dann doch zu viel und man kann als Kaufmann doch wohl zurecht beleidigt sein, wenn die Suchenden nicht die austauschbaren T-Shirts, Taschen und Tassen in den Läden shoppen, sondern lieber Monster fangen. „Dreck bringen sie mir ja trotzdem in den Laden und klauen tun Smartphone-Junkies wahrscheinlich auch, sind ja keine Kunden“.

Sicher haben sich bereits zig Arbeitskreise gegründet, von Eltern, Pädagogen, Händlerverbänden, Stadtplanern, TV-Experten und Provinzpolitikern, die an Initiativen und Petitionen arbeiten, den Pokémon und Ihren Zombie-Followern den Garaus zu machen. Schließlich darf die Ordnung nicht aus den Fugen geraten und dazu gehört bitteschön auch die Humorlosigkeit im Deutschen Einzelhandel.

Meine Meinung: Lieber Millionen von virtuellen Monstern in den Einkaufsstraßen als überhaupt keine Menschen. Die Pokémon haben schließlich ihre Fans komplett von deren heimischen Rechnern ans Tageslicht gelockt – jetzt macht was draus, ihr Händler. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, vielleicht inspirieren Euch ja diese Kreaturen, Euer eigenes Universum – das verkaufen soll – mit etwas Phantasie zu gestalten.

[Foto: David Mareuil/Anadolu Agency/Getty Images]

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