Lieblings in Frankfurt.

Lieblings in Frankfurt ist ein Dritter Ort – in dreifacher Hinsicht. Neben dem Stammhaus in Fulda und einer Zweigstelle in Soller/Mallorca haben die Eigner nun auch den Schritt nach Frankfurt gewagt. Dort wiederum findet sich der Concept Store weder in der schnöden Zeil noch in den unerschwinglichen Sphären der Goethestraße sondern im neu geschaffenen (großartigen) Paralleluniversum des Lokalvisionärs Ardi Goldman, dem MA* Quartier. Und der Lieblings selber ist in sich ein Dritter Ort – nicht nur zum Shoppen oder Verweilen sondern zum Erstarken des eigenen, guten Lebensgefühls.

Für mich ist ein Besuch bei Lieblings ein bisschen so, wie einen guten Kinofilm zu besuchen – „Lieblings in Frankfurt.“ weiterlesen

Ach, Karstadt.

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Foto: Karstadt

Ein Besuch im Düsseldorfer Karstadt, Schadowstraße, ist für mich immer ein Angang – gestern musste er mal wieder sein, denn das Haus hat nach innerer Modernisierung eine (entscheidend notwendige) Metamorphose vor der tickenden Uhr und lockte zur Saisoneröffnung mit großem Brimborium. Während die Branche den Countdown für den Untergang des Warenhauskonzerns herunterzählt, ist in den ersten Häusern die wohl einschneidendste Veränderung seit der Gründung 1881 passiert. Trotz Abtritt des CEO Ende des Jahres ohne bislang benannten Nachfolger, Gerüchte um Verkaufsgelüste des Eigners Berggruen, Studien über die Ignoranz der Stammkunden zu den Veränderungsprozessen, Betriebsrats-Umtriebe, Umsatzrückgänge, aussichtlose Erfolgserwartungen in den Provinzhäusern. Einserseits.

Andererseits: Karstadt hat, entgegen aller Erwartung, „Ach, Karstadt.“ weiterlesen

Treasure and Bond in New York.

Gelegen zwischen Einzelhandel und sozialer Verantwortung ist der Concept Store des Warenhauskonzerns Nordstrom mehr als ein Laden: Es ist ein Konzept des Gebens, das eine einfache Absicht hat: Leuten zu helfen, indem alle Erlöse in lokale soziale Projekte fließen. Treasure & Bond, 350 West Broadway, 10013 New York Der September im Slowretail Kalender 2013. Treasure and Bond in New York. weiterlesen

IKEA’s neue App.

Mit dem neuen IKEA-Katalog kommen die Schweden dieser Tage auch mit einer neuen App heraus. Sie projiziert eine Auswahl der Möbel via Smartphone oder Tablet in die eigenen vier Wände und dürfte so manchen Abend mit Freunden zum Einkaufsbummel mutieren lassen. Frei nach der Redensart „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen“. Dem bereits erschienenen YouTube-Video zufolge, macht die … IKEA’s neue App. weiterlesen

Hans Gelz in Wittlich.

Aus seiner klassischen Parfümerie hat Hans Gelz, nach 30 Jahren Wettbewerbsleid, einen neuen Ort für die Sinne geschaffen. Es geht um Genuss und den persönlichen Austausch – und die historische Altstadt von Wittlich ist um ein echtes Erlebnis reicher. Hans Gelz – Genüsse für die Sinne, Basilius-Besler-Weg 6, 50933 Köln-Lindenthal (neue Adresse) Der August im Slowretail Kalender 2013. Hans Gelz in Wittlich. weiterlesen

Rettet Herrn von Eden!

Wie die TextilWirtschaft heute meldet, hat Herr von Eden einen Insolvenzantrag gestellt. Damit läuft einer der ambitioniertesten und leidenschaftlichsten „mono brander“ unseres Landes Gefahr, vom Markt zu verschwinden. Mein Apell: Kauft was das Zeug hält und unterstützt Herrn Jensen nach Strich und Faden. Er hat’s verdient und will im September selber eine Solidaritätsaktion mit prominenten Fans und Kunden starten. Rettet Herrn von Eden! weiterlesen

Slowretail Seminar: Einzelhandel mit Seele.

Am letzten Montag fand es zum ersten Mal statt: Das Slowretail Seminar „Einzelhandel mit Seele – Wachstum durch Entschleunigung“. Sechs Einzelhändler trafen sich im Gladbecker kreativAmt und waren gespannt auf einen voll gepackten Tag mit Impulsen zu aktuellen Retailtrends, aktiven Workshops und gegenseitigem Erfahrungsaustausch. Ich hatte schon länger die Idee eines Seminars, speziell für kleine und mittelständische Einzelhändler und im Vorfeld intensiv daran gearbeitet, wie man es wertvoll für die Teilnehmer macht.

Die Beteiligten kamen aus vielfältigen Branchen: Schmuck, Mode, Küchen, Lebensmittel, Bücher und Friseurhandwerk. Alle eint die vielfältigen Herausforderungen, vor denen Ladenbesitzer heute stehen – vier von diesen wurden in Workshops bearbeitet:

  • „Mein Laden ist meine Marke“ – Wie schaffe ich es, eine einzigartige Marke zu bilden?
  • „Gekauft wird, was gefällt“ – Über die Kraft spannender und inspirierender Sortimente
  • „Das muss ich unbedingt erzählen!“ – Wie Kunden zu Fans werden und immer wieder kommen
  • „Multi-Channel-Retail“ – Was von dem Online-Hype ist für mich als Händler relevant?

Zu Beginn des Seminars legte ich eine Präsentation vor, die die große, weite Welt des individuellen Einzelhandels beleuchtet und „Slowretail Seminar: Einzelhandel mit Seele.“ weiterlesen