Kauf nicht Nix, kauf besser!

Bild: utopia.de

Die Strategischen Konsumenten von utopia.de beschwören den morgigen Kauf-Nix-Tag als alljährlich notwendige, eintägige Klausur um über „Haben und Sein“ nachzudenken. Der „buy-nothing-day“, vor 18 Jahren in Vancouver geboren, wird in diesem Jahr volljährig. War er in den letzten Jahren einem bockigen Kind vergleichbar, das beschlossen hat, einen ganzen Tag lang nicht mit seinen Eltern zu sprechen und sich am „Ätsch, Ihr werdet schon sehen“-Faktor zu weiden, wird der Kauf-Nix-Tag in diesem Jahr erwachsen. Vielleicht nutzt er die Chance, sich zu entwickeln und sich neu zu erfinden.

Ich schenke ihm und Euch die Idee zum Geburtstag, Strategischem Konsum in seinem Wortsinn gerecht zu werden, „Kauf nicht Nix, kauf besser!“ weiterlesen

Der Slowretail Kalender 2011.

Er kommt gerade aus der Druckerei: Der Slowretail Kalender 2011. Er widmet jeden Monat einem Slowretailer, den wir vielleicht vergessen oder noch nicht entdeckt haben. Zwölf ausgewählte, individuelle Ladenkonzepte, die Ruhepole in unserer Konsumlandschaft darstellen. Die mussten einfach mal auf Papier…

Der Kalender verbindet traditionelle mit innovativen Einzelhändlern: „Der Slowretail Kalender 2011.“ weiterlesen

Blackmarket in Singapore.

The Blackmarket Group is a collective of designers for media and art. They develop „unexpected concepts from ordinary ideas“ in the fields of broadcast, illustration, branding, fine art, fashion, literature, interactive media and music. They also run The Blackmarket Concept Store that promotes local and regional designers, helping them to market their creations both domestically and globally. Blackmarket, 19 Jalan Pisang/Victoria Street, 199084 Singapore all … Blackmarket in Singapore. weiterlesen

Hermès in Paris.

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Hermès ist auf dem Höhenflug. Zweistellig wachsen die Umsätze des Unternehmens gerade, das noch massgeblich in Familienhand ist und sich aktuell „freundlichen“ Anteilskäufen seitens des Luxus-Konzerns LVMH erwehrt.

Nun hat das Traditionslabel in seiner Heimatstadt Paris erstmalig die Seine überquert und in einem denkmalgeschützten Schwimmbad aus dem Jahre 1935 seinen neuesten Markentempel eingerichtet. Über 2.500 qm ehrwürdiger Platz für „Hermès in Paris.“ weiterlesen

Dorf macht DORV in Jülich-Barmen.

Foto: Slowretail

In der rheinländischen Provinz ist der Kunstbegriff Intrapreneur ein Fremdwort. Trotz der historisch bedingten Affinität zu frankophilen Einschüssen in der regionalen Sprache wird sich hier nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung einen Reim auf diese Wortschöpfung machen können. Auch den realen Intrapreneuren des Dorfes Barmen, 1.400 Seelen, der Stadt Jülich zugehörig, ist der Begriff vermutlich schleierhaft, sie wissen nicht um seine Bedeutung. Davon unbeeindruckt haben sie in den letzten Jahren ein Paradebeispiel von Intrapreneurship realisiert, das landauf-landab seinesgleichen sucht. Und zunehmend auch findet.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends gibt es in Barmen keinen einzigen Laden mehr. Keine Quelle der Bedarfsdeckung mit dem Nötigsten, keinen Ort der flüchtigen Begegnung für die Bürger. Die Leute treffen sich wortsinnig am Friedhofstor, die Ortsmitte wird geographisch durch den Post-Briefkasten im authentischen 70er- Stil definiert. Dabei ist Barmen schön, wenn man ihm einen zweiten Blick gönnt: Eine sich windende Durchgangsstraße, historische Gebäude, gepflegte Gärten. Nur eben kein Laden, keine Gaststätte. Vom Metzger, Bäcker oder Gemüsehändler ganz zu schweigen. Zuletzt hat die Sparkassen-Filiale den Ort aufgegeben und ein leeres Ladenlokal zurückgelassen.

Heinz Frey ist Barmener und Lehrer. Er ist überzeugt, dass sich ein Laden im Ort rechnen würde und befragt die Bürger des Ortes persönlich, was sie sich an Waren und Dienstleistungen wünschen. Er gewinnt die Gemeinde und „Dorf macht DORV in Jülich-Barmen.“ weiterlesen

Die Zeitung ‚retail intrapreneur‘.

Foto: Slowretail

In den letzten Wochen hatte ich (bisweilen auf Kosten der Schlagzahl hiesiger neuer Blogbeiträge) regen Anteil an der Konzeption und Redaktion einer völlig neuen Zeitung namens ‚retail intrapreneur‘, die sich mit einem, nach wie vor und nicht nur in der Handelslandschaft vernachlässigten, Management-Trend befasst: Dem Intrapreneurship (hier die eher dürftige Wikipedia-Definition des Begriffes). Sozusagen als Initiative für eine „slow-bewusste“ Art des Umgangs mit engagierten Mitarbeitern.

Mit meinen Freunden und Unternehmensentwicklern des Team Retail Excellence entwickelten wir aus eigener Überzeugung für die Sache eine eigene Zeitung, die den Entscheidern im Handel mutmachen soll, ihren Mitarbeitern mehr Verantwortung und Eigeninitiative anzuvertrauen.

Von 3,6 Mio. Beschäftigten im deutschprachigen Einzelhandel stufen allein in Deutschland 42 % ihre beruflichen Chancen als „eher schlecht“ ein. Nur 17 % können sich aber den Schritt in die eigene Selbständigkeit vorstellen. Folglich gibt es Millionen von potenziellen Intrapreneuren, die uns täglich in den Läden, Kaufhäusern und Shoppingmalls aller Art begegnen. Dies nicht selten ausgebremst, kaltgestellt, ritualisiert.

In der Zeitung ‚retail intrapreneur‘ stellen wir auf 20 großformatigen Seiten Beispiele für gelungenes Intrapreneurship vor. Wir interviewen z.B. Jochen Zeitz, den heutigen CEO von Puma, „Die Zeitung ‚retail intrapreneur‘.“ weiterlesen

Ein Aldi-Prospekt: zweimal hingucken.

Bild: ci-romero.de

Die Christliche Initiative Romero verbreitet aktuell eine Persiflage eines ALDI-Prospektes. Darin weist sie auf menschenrechtlich und arbeitsrechtlich bedenkliche Aspekte der von ALDI angebotenen Billigangebote hin.
Im Prospekt heisst es: „Die Schnäppchenhits von Aldi werden mit systematischen Verletzungen von Arbeits- und Frauenrechten bei globalen Zulieferern erkauft. Die meist weiblichen Beschäftigten arbeiten bis zu 91 Stunden pro Woche in den weltweiten Zulieferfabriken und können dennoch von ihren kargen Löhnen kaum leben. Der Arbeitsdruck ist enorm, Zeitarbeit ersetzt reguläre Festanstellungen und Fehler werden mit Geldbußen bestraft. Die Frauen können keine unabhängigen Gewerkschaften gründen. Auch in den Filialen von Aldi Süd wird Gewerkschaftsarbeit systematisch bekämpft.“

Und weiter heisst es, zu Aldis Alibi:
„Ein Aldi-Prospekt: zweimal hingucken.“ weiterlesen

Grünschnabel in Leipzig.

Bild: Grünschnabel

Auch in Leipzig gibt es eine Kö. Allerdings ist das hier nicht die glitzernde Königsallee sondern die Könneritzstraße im Szene-Stadtteil Schleußig. Und mitten drin im aufstrebenden Lohas-Kiez eröffnet Christiane Pfundt am Samstag (02.10.) ihren Laden namens Grünschnabel. Sie folgt ihrer Vision, einen Laden für grüne Kindermode und -accessoires zu schaffen und liess sich in der Vorbereitung auch von diversen Zweiflern und immerneuen Herausforderungen nicht abschrecken:

Denn eigentlich hat Christiane als BWLerin im Mode-Einzelhandel bisher keine Praxiserfahrung, war bisher im spezialisierten Werkzeughandel ihres Mannes als helfende Hand eingespannt. Sie ist gerade 30, Mutter einer kleinen Tochter, ohne Mengen an eigenem Startkapital, hat noch nie Mode geordert, kalkuliert… Einmal ging sie zum Netzwerken zu einem Regionaltreffen der Strategischen Konsumenten von Utopia in Leipzig – und sass mit dem Organisator alleine am Kneipentisch. Aber sie liess sich nicht irritieren, „Grünschnabel in Leipzig.“ weiterlesen

Ludwig3 gewinnt Fair-Handelspreis 2010.

Foto: Fair 2010

She’s gotta have it: Michaela Gielgen (strahlend in der Mitte) ist Gewinnerin des Fair-Handelspreises 2010 für ihren Concept Store Ludwig3 in Regensburg. Der Preis wurde gestern abend im Rahmen der Dortmunder Messe Fair 2010 erstmalig verliehen, es gab jeweils einen Gewinner in der Kategorie Weltläden, Lebensmittel und Textilhandel. Ludwig3 überzeugte die kritische Jury durch sein einzigartiges Konzept und konsequentem Sortiment aus fair-organischer Mode, Kosmetik, Food und vielem mehr. Der Laden war, wie hier schon berichtet, 2008 entstanden, nachdem „Ludwig3 gewinnt Fair-Handelspreis 2010.“ weiterlesen

Händler, wo drückt der Schuh?

Foto: privat

Als Initiator des Slowretail Blog bin ich nun seit über drei Jahren unterwegs. Dies aus Leidenschaft für guten und individuellen Handel, wie der eifrige Verfolger der hiesigen Beiträge weiss.

Der Blog ist unabhängig, werbefrei und verfolgt keine kommerziellen Ziele, ich natürlich zum Selbsterhalt anderswie schon. Und fast von Anbeginn der Slowretail Zeitrechnung sind die Retail-Unternehmensentwickler vom Team Retail Excellence als Mitstreiter und Förderer bei Slowretail engagiert. Wir haben, neben den Büroräumen in der Düsseldorfer Spoerl-Fabrik, die Liebe zum Handel gemeinsam sowie den Wunsch nach Qualität und Inspiration beim Einkaufen.

Nun bieten wir zusammen individuellen, nicht-filialisierten Einzelhändlern eine persönliche Unterstützung an. Wenn Sie im operativen Tagesgeschäft oder in Ihrer Planung mehr Sicherheit brauchen, können Sie sich mit uns ohne finanziellen Aufwand zusammensetzen. Wir helfen mindestens für einen Termin pragmatisch und ohne Rechnung. „Händler, wo drückt der Schuh?“ weiterlesen