Fiedlers Fischmarkt in Bremerhaven.
So museal die Inszenierung, so frisch der Fisch. Der Laden ist eine Legende, bekannt nicht nur für seine, nach wohl gehüteten Familienrezepten geräucherten, Delikatessen. Die bis heute handwerkliche Produktion in alten „Altonaer Stahlöfen“ kommt ohne Zusätze und Konservierung aus. Und wer (wie mittlerweile über eine Million Kunden jährlich) die historische Packhalle im Fischereihafen besucht, trägt seinen Einkauf in hygienetauglich reproduziertem Zeitungspapier von 1906 nach Hause. … Fiedlers Fischmarkt in Bremerhaven. weiterlesen
Es gibt sie noch, die guten Apps.

Manufactum, der Concept Store für Wertkreative und (bisweilen selbsternannte) Bildungsbürger, ist bekannt für seine kinästhetische Manie: Alles muss haptisch erlebbar sein – sei es mittels des prunkbibelschweren Printkatalogs, im Webshop – pardon – im Netzladen oder in den eigenen Warenhäusern. Dafür sorgen in den beiden erstgenannten Vertriebskanälen, mangels konkret greifbarer Masse, bekanntermaßen geradezu haptisch-griffige Produktbeschreibungen, die die banale Bezeichnung „Produkttext“, früge man sie, beleidigt von sich wiesen.
Nun wagt Manufactum sich in die Welt der Applications – nicht ohne diesen Schritt (marketingwirksam öffentlich) akribisch zu analysieren, selbstkritisch zu interpretieren und den eigenen Befund der gesellschaftlichen Nicht-Abnormität schließlich befriedigt auch dem letzten Apple-Kritiker mitzuteilen: „Es gibt sie noch, die guten Apps.“ weiterlesen
Pop-up Arnsdorf concept store in Melbourne.
Imagined by the Melbourne-based architect studio Edwards Moore, the Arnsdorf temporary store in Fitzroy, a Melbourne suburb, created a brand new shopping experience inspired by the elegance of the Arnsdorf collection. Pieces of stretched pastel-colored materials transformed the store into a nest-like environment, „Pop-up Arnsdorf concept store in Melbourne.“ weiterlesen
Andreas Murkudis in Berlin.
Mitten in Mitte und abseits zugleich: Andreas Murkudis lädt, unscheinbar beschildert, seine Community von Designaffinen in zwei Gewerbehöfe und eine Gründerzeitwohnung. Wer die Münzstrasse mit den zunehmend gängigen Standardfilialisten verlässt, entdeckt eine andere Dimension des Einzelhandels. Hier wird der Store zur Galerie, die kaufbaren Kunstwerke sind ausgewählte Designerprodukte aus Mode und Interior Design, perfekt und immer neu in Szene gesetzt. Andreas Murkudis, Münzstr. 21, 10178 … Andreas Murkudis in Berlin. weiterlesen
Le Labo in New York.
Spending a few days in NYC doing store research and stumbled upon a gem today: Le Labo, on the corner of Elizabeth and Prince. Unique by its extremely interactive concept, Le Labo is a fragrance store that aims to disrupt the traditional fragrance market by proposing only exclusif and hand-made fragrances. The store carries no inventory; instead, the floor staff will mix up the perfumes in front of you once you’ve chosen your scents from a selection made by famous „noses“.
Le Labo presents itself as a „playground for your nose“; in reality, Le Labo is really more of a playground for your senses. „Le Labo in New York.“ weiterlesen
LN-CC in London.
The innovative retail concept LN-CC opened their stunning new store in East London. It’s 5,000 sq ft and, in their own words, „more of an installation piece than a traditional shop fit“. Comprised of three concept rooms stocked with their latest collections from both high-end and avantgarde designers, a book and record store, a club space and a photographic studio, the store, designed by Gary Card, is one of the most original concepts that we’ve seen. Most impressive? The indoor tunnels „LN-CC in London.“ weiterlesen
Schlecker macht auf kecker.

Jetzt soll es so richtig sympathisch nachbarschaftlich werden bei Schlecker: Die nächste Familiengeneration der Schleckers rückt an und räumt den Laden auf. Dem Vernehmen nach wird der Konzern plötzlich zur Familie und alle (verprellte und noch nicht verschreckte Kunden gleichermassen) können sich auf harmonische Zeiten freuen.
Sie hätten zu lange auf sich einprügeln lassen, vermelden die Schleckers in ihrer ‘Jahresausgabe’ von “Schlecker informiert” (die Überschrift allein war viele Jahre lang ein Widerspruch in sich). Diesem Umstand entsprechend erstaunlich blessurfrei (oder einfach nur gut retuschiert) zeigen sie sich in der Titelmontage, die Buddenbrooks 2.0.

Pfunds Milchladen in Dresden.
Alles aus Milch und mehr gibt es hier zu kaufen, seit über einem Jahrhundert schon und vorzugsweise aus regionaler Erzeugung. Es ist ein Laden wie ein Bilderbuch, die Fliesen wurden von Künstlern bei Villeroy & Boch in Dresden handbemalt. Der hohe Respekt der Gebrüder Pfund zu ihren Produkten und der Kundschaft hat sich bis heute eindrucksvoll erhalten, er ist in jedem Detail haptisch und atmosphärisch … Pfunds Milchladen in Dresden. weiterlesen
Van Afferden.
Uwe van Afferden sprengt Schubladen und fügt sie zugleich zu einem neuen Ganzen zusammen. Sein Laden ist Männer-Kaufhaus und Atelier in einem – der flüchtige Passant meint, er lebt darin. Es gibt Industriedesign-Klassiker neben handgewebtem Leinen, Denim und Leder. Alles limitiert, niemals imitiert. Uwe van Afferden blows up drawers and at the same time brings them together to form a new whole. His shop is … Van Afferden. weiterlesen
Voo in Berlin-Kreuzberg.
Ein gänzlich neuer Hotspot in Berlin’s Concept Store-Szene ist Voo in Kreuzberg. In einem Hinterhaus-Loft in der Oranienstrasse versammeln die Gründer allerlei, erfreulich erschwingliche, Mode-Labels mit Sinn für Qualität. Keine one-hit-wonder soll es hier geben sondern vertrauenswürdige Marken mit Potenzial und einem nachvollziehbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Ausserdem Bücher, Geschenke, ein Café… So flanscht man hier den Kreuzbergern keinen Luxus-Tempel in den Kiez „Voo in Berlin-Kreuzberg.“ weiterlesen
Klein ist nicht gleich slow.
Gesehen auf dem Münchner Flughafen: MediaMarkt auf dem Weg zum Bauchladen… Klein ist nicht gleich slow. weiterlesen
Small statt Mall und überall.

Die Immobilienkrise in den USA steckt vielen noch in den Knochen und so geht der Trend für traumatisierte, fortschrittliche Häuslebauer dort hin zum „Tiny House„. Für ein paar zehntausend Dollar bekommt man bereits diese Neuinterpretation des Trailer-House und wer es selber aufbaut, spart zusätzlich. Der neue Luxus ist, ganz im Zeichen der Entschleunigung, hier nun endlich wieder weniger Platz zu haben und sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Was dem Deutschen Laubenpieper schon seit Generation lieb und teuer, ist für die Ami’s eine echte Innovation. Vgl. Smart versus Pick-Up-Truck.
Das Immobilien-Format eignet sich auch vorzüglich als nachhaltiger Pop-Up-Store… „Small statt Mall und überall.“ weiterlesen
