Ein Aldi-Prospekt: zweimal hingucken.

Bild: ci-romero.de

Die Christliche Initiative Romero verbreitet aktuell eine Persiflage eines ALDI-Prospektes. Darin weist sie auf menschenrechtlich und arbeitsrechtlich bedenkliche Aspekte der von ALDI angebotenen Billigangebote hin.
Im Prospekt heisst es: „Die Schnäppchenhits von Aldi werden mit systematischen Verletzungen von Arbeits- und Frauenrechten bei globalen Zulieferern erkauft. Die meist weiblichen Beschäftigten arbeiten bis zu 91 Stunden pro Woche in den weltweiten Zulieferfabriken und können dennoch von ihren kargen Löhnen kaum leben. Der Arbeitsdruck ist enorm, Zeitarbeit ersetzt reguläre Festanstellungen und Fehler werden mit Geldbußen bestraft. Die Frauen können keine unabhängigen Gewerkschaften gründen. Auch in den Filialen von Aldi Süd wird Gewerkschaftsarbeit systematisch bekämpft.“

Und weiter heisst es, zu Aldis Alibi:
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Grünschnabel in Leipzig.

Bild: Grünschnabel

Auch in Leipzig gibt es eine Kö. Allerdings ist das hier nicht die glitzernde Königsallee sondern die Könneritzstraße im Szene-Stadtteil Schleußig. Und mitten drin im aufstrebenden Lohas-Kiez eröffnet Christiane Pfundt am Samstag (02.10.) ihren Laden namens Grünschnabel. Sie folgt ihrer Vision, einen Laden für grüne Kindermode und -accessoires zu schaffen und liess sich in der Vorbereitung auch von diversen Zweiflern und immerneuen Herausforderungen nicht abschrecken:

Denn eigentlich hat Christiane als BWLerin im Mode-Einzelhandel bisher keine Praxiserfahrung, war bisher im spezialisierten Werkzeughandel ihres Mannes als helfende Hand eingespannt. Sie ist gerade 30, Mutter einer kleinen Tochter, ohne Mengen an eigenem Startkapital, hat noch nie Mode geordert, kalkuliert… Einmal ging sie zum Netzwerken zu einem Regionaltreffen der Strategischen Konsumenten von Utopia in Leipzig – und sass mit dem Organisator alleine am Kneipentisch. Aber sie liess sich nicht irritieren, „Grünschnabel in Leipzig.“ weiterlesen

Ludwig3 gewinnt Fair-Handelspreis 2010.

Foto: Fair 2010

She’s gotta have it: Michaela Gielgen (strahlend in der Mitte) ist Gewinnerin des Fair-Handelspreises 2010 für ihren Concept Store Ludwig3 in Regensburg. Der Preis wurde gestern abend im Rahmen der Dortmunder Messe Fair 2010 erstmalig verliehen, es gab jeweils einen Gewinner in der Kategorie Weltläden, Lebensmittel und Textilhandel. Ludwig3 überzeugte die kritische Jury durch sein einzigartiges Konzept und konsequentem Sortiment aus fair-organischer Mode, Kosmetik, Food und vielem mehr. Der Laden war, wie hier schon berichtet, 2008 entstanden, nachdem „Ludwig3 gewinnt Fair-Handelspreis 2010.“ weiterlesen

Händler, wo drückt der Schuh?

Foto: privat

Als Initiator des Slowretail Blog bin ich nun seit über drei Jahren unterwegs. Dies aus Leidenschaft für guten und individuellen Handel, wie der eifrige Verfolger der hiesigen Beiträge weiss.

Der Blog ist unabhängig, werbefrei und verfolgt keine kommerziellen Ziele, ich natürlich zum Selbsterhalt anderswie schon. Und fast von Anbeginn der Slowretail Zeitrechnung sind die Retail-Unternehmensentwickler vom Team Retail Excellence als Mitstreiter und Förderer bei Slowretail engagiert. Wir haben, neben den Büroräumen in der Düsseldorfer Spoerl-Fabrik, die Liebe zum Handel gemeinsam sowie den Wunsch nach Qualität und Inspiration beim Einkaufen.

Nun bieten wir zusammen individuellen, nicht-filialisierten Einzelhändlern eine persönliche Unterstützung an. Wenn Sie im operativen Tagesgeschäft oder in Ihrer Planung mehr Sicherheit brauchen, können Sie sich mit uns ohne finanziellen Aufwand zusammensetzen. Wir helfen mindestens für einen Termin pragmatisch und ohne Rechnung. „Händler, wo drückt der Schuh?“ weiterlesen

Kochhaus in Berlin.

Foto: kochhaus.de

Eine leckeres Start-up hat Ramin Goo da mit seinen Mitstreitern realisiert: Das Kochhaus. Vielleicht lag es am täglichen Arbeitspensum des ehemaligen Consultants einer renommierten Beraterschmiede, jedenfalls fehlte Ramin beim abendlichen Lebensmitteleinkauf oft die Inspiration und jene „Convenience“, zu der er seinen Beratungskunden aus dem Handel immer riet. Seinen Traum eines begehbaren Kochbuches mit täglich wechselnden Gerichten hat er mit dem Kochhaus nun wahr gemacht.

In bester Ecklage des „old school“ Schöneberger Wohnkiezes an der West-Berliner Akazienstrasse (endlich mal nicht im innovations-überfrachteten Prenzlauer Berg) können der geneigte Freizeitkoch oder die temporär uninspirierte Hausfrau „Kochhaus in Berlin.“ weiterlesen

Buchtipp: Schöne Geschäfte (in Hamburg).

Foto: Junius Verlag

In bester Slowretail Tradition aus hanseatischer Sicht ist gerade das Buch „Schöne Geschäfte – Außergewöhnliche Läden in Hamburg“ im Junius Verlag erschienen.

Vorwort aus dem Buch:

„Renditedruck? Verdrängungswettbewerb? Filialisierung? Für die Hamburger Geschäfte in diesem Bildband ist das kein Thema, denn sie haben ein konkurrenzloses Angebot und ihre Inhaber und Inhaberinnen sind niemandem Rechenschaftspflichtig außer sich selbst. Mit Originalität, kompromissloser Spezialisierung, handwerklichem Können und ästhetischem Eigensinn schlagen diese neuen und alteingesessenen Hamburger Geschäfte den Gesetzen des Einzelhandels ein Schnippchen. So unterschiedlich die Läden auch sind, eins unterscheidet den Porzellandoktor, den Tropenausstatter genauso wie den „Buchtipp: Schöne Geschäfte (in Hamburg).“ weiterlesen

Hostem Menswear in London.

Foto: wallpaper.com

Der neue Menswear-Store im Londoner Ost-Ende, Hostem, versteht sich als kreativer Hub der Männerkleidungs-Kreateure von Streetwear bis Avantgarde. Mit viel Liebe zum rustikalen Detail hat das Designbüro JAMESPLUMB drei Räume geschaffen, in denen Mode u.a. von Ann Demeulemester über Damir Doma, Rick Owens bis Stussy gezeigt wird. „Hostem Menswear in London.“ weiterlesen

Buchtipp: Gentrifidingsbums.

Foto: edition-nautilus.de

Danke, Spiegel Online, für die Rezension des Buches „Gentrifidingsbums oder eine Stadt für alle“ von Christoph Twickel. Der Autor schreibt sonst u.a. für brandeins und die Frankfurter Sonntagszeitung und gibt hier der Urbanität unserer Städte eine seltene Lobby: An jenen ihrer Stellen nämlich, die sonst von Stadtplanern gerne als „Problemzonen“ „Buchtipp: Gentrifidingsbums.“ weiterlesen