Hier wird zur Abwechslung mal ein entschleunigtes Fashion-Label aus New York vorgestellt: Gilded Age. Dort lässt man die Kleidung der Zünfte im Amerika des 19. Jahrhunderts authentisch wieder aufleben. Die Marke fertigt Bekleidung für Männer und Frauen, die seinerzeit rein praktische Funktionen zu erfüllen hatte.
Massenproduktion kannte man nicht und Gilded Age nutzt rare Fertigungstechniken, z.B. „Hung Up“-Strickmaschinen, die von 1870 bis in die 60erJahre des 20. Jahrhunderts genutzt wurden. „Gilded Age aus New York.“ weiterlesen
Aus dem Buch „Zeitkonserven – Frankfurter Traditionsgeschäfte“.
„Drei Stückscher Radanekuchen, bitte schön!“ Sorgfältig und vorsichtig wie eine Kostbarkeit packt der ältere Herr den Kuchen ein. „Schon als Kind hab ich den am liebsten gegessen, aber seit die Mutter tot ist, backt ihn keiner mehr, und mir ist nicht bekannt, dass es Radanekuchen außer beim Hollhorst noch woanders gibt. Jedenfalls nicht so gut.“ Um seine Lust zu stillen, fährt der rüstige Mittsiebziger zweimal im Monat von Dreieich nach Frankfurt. „Dann hat der süße Zahn wieder seine Ruh“, sagt er. Der so gelobte Kadanekuchen heißt eigentlich Rodonkuchen. Dahinter verbirgt sich ein Napfkuchen aus gerührtem Hefeteig, mit Sultaninen und Korinthen gebacken und mit Puderzucker bestäubt. Nichts Aufregendes, aber ehrlich im Geschmack. Genau das scheint das Ausschlaggebende zu sein. „Wir haben viele solcher Kunden“, sagt Manfred Anderlohr. Noch. „Eine Zeitkonserve: Die Konditorei Hollhorst.“ weiterlesen
„Ein guter Kunde wechselt drei Jahre lang nicht das Geschäft. Ein gutes Geschäft wechselt drei Jahre lang nicht den Kunden.“ (Chinesisches Sprichwort) Von der Kundenbindung. weiterlesen
Ein überzeugendes Beispiel für entschleunigten Einzelhandel ist das Lädchen Am Kräutergarten in Zons, einer mittelalterlichen Kleinstadt auf halbem Weg zwischen Köln und Düsseldorf. Das Ehepaar Schmalenbrock hat seinen Laden im Frühjahr 2009 direkt am zentralen Schlossplatz in denkmalgeschützten Gemäuern eröffnet, als sich dort die Gelegenheit einer Nachmiete bot. Nach kürzester Zeit bereits war der Laden ein wirtschaftlicher Erfolg – dies hat selbst die Eigentümer überrascht, die sich auf eine längere Anlaufphase eingestellt hatten. „Am Kräutergarten in Zons.“ weiterlesen
„Oft wirken die Geschäfte wie aus der Zeit gefallen. Nicht nur, was die Inneneinrichtung betrifft, die nicht selten seit ihrer Gründung unverändert ist. Hier blitzt kein Chrom, hier stehen nicht meterweise Glasregale und hier werden keine Eyecatcher am Eingang platziert. Stattdessen nimmt man sich Zeit für Beratung – man fühlt sich dem Kunden verpflichtet. Dieser Mikrokosmos kleiner Läden wirkt in der Metropole Frankfurt wie eine Zeitkonserve, die der Schnelllebigkeit und Kettenmentalität bis jetzt unbeirrt standgehalten hat.“
Mit diesen Sätzen beginnt das jüngst erschienene, bildreiche Buch „Zeitkonserven – Frankfurter Traditionsgeschäfte“ aus dem Hanauer CoCon-Verlag. In den nächsten Wochen werden wir, mit freundlicher Genehmigung des Verlages, hier im Blog einige Läden daraus vorstellen. „Buchtipp: Zeitkonserven.“ weiterlesen
Was ist “4010“? 4010 ist ein neues Community Store-Konzept der Deutschen Telekom, eröffnet im Oktober 2008. Es hat das Ziel, neue Zielgruppen (Community Märkte) anzusprechen und sich langfristig und authentisch in diesen Zukunftsmärkten zu platzieren. Die Deutsche Telekom stellt sich mit diesem Konzept in einen direkten Dialog auf Augenhöhe mit jungen, urbanen Interessengruppen.
Der 4010 Store in Berlin vereint Urbanität, Mode, Kunst, Design und Technologie. Durch die “Gallery-Wall” und den extra eingerichteten “Concept Room” schafft der 4010 Raum für Kreativität und Kommunikation in Berlin Mitte: Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Musik Sessions. Der 4010 Store in Berlin-Mitte wird tagsüber anders “bespielt” als abends/nachts. Veränderung gehört zum Konzept, heute stellt er sich anders dar als in einigen Monaten. Dabei ist er grundsätzlich Shop und Dialog-Plattform in einem.
Woher kommt der Name “4010“?
4010 ist der RAL-Code des Telekom-Magentas. Der Name der Farbe: Telemagenta.
Bayern sieht sich bekanntlich als Freistaat. Und in der Region Chiemgau hat einer vor einigen Jahren eine eigene Währung eingeführt: den Chiemgauer. Die Initiative fördert den Handel in der Region, teilnehmende Unternehmen werden am Schild „Wir nehmen Chiemgauer“ erkannt. Wer mit dem Chiemgauer bezahlt, unterstützt zudem regionale Projekte, Vereine oder Hilfswerke nach Wahl. 3% Prozent von jedem Kauf werden diesen Einrichtungen von den teilnehmenden Händlern … Die Chiemgauer Währung. weiterlesen
Die Verantwortung internationaler Konzerne für die Schonung unserer natürlichen Ressourcen wächst. Immer mehr Unternehmen verordnen sich Nachhaltigkeits-Offensiven, teils konsequent und ernsthaft, teils als Staffage um im Wettbewerb nicht zurückzustehen.
Jede Veränderung, jedes Umdenken braucht Initatoren und Vordenker (besser Vorleber), die in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr als Bessermenschen abgetan sondern als Vorbilder akzeptiert werden.
Jochen Zeitz, Chef der Puma AG, ihrerseits Teil der PPR Holding, hat eine private Stiftung ins Leben gerufen, die sich weltweit für Nachhaltigkeit, Ökologie und soziale Verantwortung einsetzt: The Long Run. „The Long Run.“ weiterlesen
Der neue Berliner Concept Store am Moritzplatz im Bezirk Kreuzberg »S.W.W.S.W.« bietet ausgewählte Güter zum Wohnen & Schenken verschiedener Firmen und eigene Produkte – vom Notizblock bis zum Tisch.
Die Waren bei »S.W.W.S.W.« sind nicht nur ein ästhetischer Genuss, sondern auch umweltfreundlich und fair produziert.
Das Sortiment umfasst ökofaire Möbel, Wohnaccessoires, Spielwaren, Kindersachen, Papierwaren, Schreibwaren, Taschen und Accessoires. Zu allen Produkten erhält man bei »S.W.W.S.W.« Informationen zu den nachhaltigen Aspekten wie Herstellungsort, Material oder Fertigungsmethode. „schoener.waers.wenns.schoener.waer.“ weiterlesen
Der Hamburger Spezialist für entschleunigte Feinkostlebensmittel Mutterland hat im Hanseviertel einen temporären Weihnachtsladen ist eröffnet. Seit dem 2. November bis zum Jahresende kann man die diesjährigen Geschenke für sich und die liebe Verwandtschaft auch außerhalb des Stammhauses im Bezirk St. Georg zusammentragen. Wo genau? Direkt gegenüber vom Schreibwarenklassiker Schacht & Westerich. Im Mutterland-Angebot sind u.a. riesige Schokoladen-Weihnachtsmänner, winterliche Teesorten und Adventskalender, die alle Mitbewohner neidisch … Mutterland goes Pop-Up. weiterlesen