
Seit über 80 Jahren rätselt tout (West-)Berlin darüber, wie der Name dieses Ladens eigentlich ausgesprochen wird: Rogakki oder Rogatzki. Dietmar Rogacki, der Chef, sagt dazu: „Sprechen Sie’s doch aus, wie Sie wollen.“. Dieses phonetische Rätsel zieht sich bereits durch seine drei Familiengenerationen, tut der Beliebtheit des Ladens bei seinen qualitätsverwöhnten Kunden aber keinen Abbruch. Die sagen in der Regel einfach beide Versionen, wenn sie Nachbarn vom Ladenbesuch berichten.
Schliesslich können viele Berliner auch die zahlreichen Fischsorten, die hier angeboten werden, nicht korrekt benennen. Sie (die Fische) werden im Hause frisch verkauft oder geräuchert, einige von ihnen kann man noch lebend im Aquarium des Ladens bewundern. Für die richtige Auswahl an der Theke sorgt spätestens die persönliche Beratung, die hier trumpf ist.
Rogacki ist eine lukullische Institution in der City-West, heimlicher Kronprinz der 6. Etage des KaDeWe, gibt sich dabei volksnaher – ein Treffpunkt nicht nur für Charlottenburger in der recht charmefreien oberen Wilmersdorfer Straße. Und wer des Fisches überdrüssig ist findet hier neben Wild-Spezialitäten auch Feinschmecker-Pretiosen aus aller Welt.
Rogacki, Wilmersdorfer Straße 145, 10585 Berlin
Nachtrag: Seit Juli 2025 ist das Stammhaus wegen Insolvenz geschlossen. Derzeit wird ein Nachfolgebetrieb entwickelt (Stand: September 2026): https://www.rogacki.berlin/
