Slowretail Seminar: Einzelhandel mit Seele.

Am letzten Montag fand es zum ersten Mal statt: Das Slowretail Seminar „Einzelhandel mit Seele – Wachstum durch Entschleunigung“. Sechs Einzelhändler trafen sich im Gladbecker kreativAmt und waren gespannt auf einen voll gepackten Tag mit Impulsen zu aktuellen Retailtrends, aktiven Workshops und gegenseitigem Erfahrungsaustausch. Ich hatte schon länger die Idee eines Seminars, speziell für kleine und mittelständische Einzelhändler und im Vorfeld intensiv daran gearbeitet, wie man es wertvoll für die Teilnehmer macht.

Die Beteiligten kamen aus vielfältigen Branchen: Schmuck, Mode, Küchen, Lebensmittel, Bücher und Friseurhandwerk. Alle eint die vielfältigen Herausforderungen, vor denen Ladenbesitzer heute stehen – vier von diesen wurden in Workshops bearbeitet:

  • „Mein Laden ist meine Marke“ – Wie schaffe ich es, eine einzigartige Marke zu bilden?
  • „Gekauft wird, was gefällt“ – Über die Kraft spannender und inspirierender Sortimente
  • „Das muss ich unbedingt erzählen!“ – Wie Kunden zu Fans werden und immer wieder kommen
  • „Multi-Channel-Retail“ – Was von dem Online-Hype ist für mich als Händler relevant?

Zu Beginn des Seminars legte ich eine Präsentation vor, die die große, weite Welt des individuellen Einzelhandels beleuchtet und „Slowretail Seminar: Einzelhandel mit Seele.“ weiterlesen

Slowretail in der brandeins.

0f3eb497edWas das Wirtschaftsmagazin brandeins ausmacht, ist sein unerschütterlicher Optimismus. Nun überträgt es diesen auf eine Branche, die gerne selber am lautesten jammert und ihren Untergang orakelt: den klassischen, stationären Handel. Die April-Ausgabe des Magazins, Titel „Sie wünschen? – Die Zukunft des Handels“, ist ein Plädoyer für die Chancen des modernen Einzelhandels. Gespickt mit Unternehmergeschichten, Geschäftsideen, Fallstudien und Zahlen. Vor allem aber wird hier endlich mal Mut gemacht für die emotionale und wirtschaftliche Kraft des guten Einzelhandels.

Die brandeins lässt sich nicht hinreissen, den Onlinehandel zu glorifizieren oder zu verdammen. Alles hat seine Berechtigung, Hauptsache „Slowretail in der brandeins.“ weiterlesen

Bonbons Dürnberger in Wien.

Evelyne Dürnbergers Familie fertigt seit 50 Jahren, neben allerlei Schokoladigem, nach wie vor Österreichs einzige Rum- und Likörpastillen. Die Rettung des ältesten Wiener Zuckerlgeschäftes löste im Jahre 2002 den bis dahin nomadisierten Bauchladenvertrieb der eigenen Produkte ab und heute überraschen die Dürnbergers als bekennende Schokoholics ihre Kunden in der Neubaugasse mit traditionellen und innovativen Leckereien. Bonbons Dürnberger, Neubaugasse 18, 1070 Wien. Bonbons Dürnberger ist „der … Bonbons Dürnberger in Wien. weiterlesen

Van Afferden.

Uwe van Afferden sprengt Schubladen und fügt sie zugleich zu einem neuen Ganzen zusammen. Sein Laden ist Männer-Kaufhaus und Atelier in einem – der flüchtige Passant meint, er lebt darin. Es gibt Industriedesign-Klassiker neben handgewebtem Leinen, Denim und Leder. Alles limitiert, niemals imitiert. Uwe van Afferden blows up drawers and at the same time brings them together to form a new whole. His shop is … Van Afferden. weiterlesen

Small statt Mall und überall.

Montage: Slowretail

Die Immobilienkrise in den USA steckt vielen noch in den Knochen und so geht der Trend für traumatisierte, fortschrittliche Häuslebauer dort hin zum „Tiny House„. Für ein paar zehntausend Dollar bekommt man bereits diese Neuinterpretation des Trailer-House und wer es selber aufbaut, spart zusätzlich. Der neue Luxus ist, ganz im Zeichen der Entschleunigung, hier nun endlich wieder weniger Platz zu haben und sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Was dem Deutschen Laubenpieper schon seit Generation lieb und teuer, ist für die Ami’s eine echte Innovation. Vgl. Smart versus Pick-Up-Truck.

Das Immobilien-Format eignet sich auch vorzüglich als nachhaltiger Pop-Up-Store… „Small statt Mall und überall.“ weiterlesen

Kauf nicht Nix, kauf besser!

Bild: utopia.de

Die Strategischen Konsumenten von utopia.de beschwören den morgigen Kauf-Nix-Tag als alljährlich notwendige, eintägige Klausur um über „Haben und Sein“ nachzudenken. Der „buy-nothing-day“, vor 18 Jahren in Vancouver geboren, wird in diesem Jahr volljährig. War er in den letzten Jahren einem bockigen Kind vergleichbar, das beschlossen hat, einen ganzen Tag lang nicht mit seinen Eltern zu sprechen und sich am „Ätsch, Ihr werdet schon sehen“-Faktor zu weiden, wird der Kauf-Nix-Tag in diesem Jahr erwachsen. Vielleicht nutzt er die Chance, sich zu entwickeln und sich neu zu erfinden.

Ich schenke ihm und Euch die Idee zum Geburtstag, Strategischem Konsum in seinem Wortsinn gerecht zu werden, „Kauf nicht Nix, kauf besser!“ weiterlesen

Die Zeitung ‚retail intrapreneur‘.

Foto: Slowretail

In den letzten Wochen hatte ich (bisweilen auf Kosten der Schlagzahl hiesiger neuer Blogbeiträge) regen Anteil an der Konzeption und Redaktion einer völlig neuen Zeitung namens ‚retail intrapreneur‘, die sich mit einem, nach wie vor und nicht nur in der Handelslandschaft vernachlässigten, Management-Trend befasst: Dem Intrapreneurship (hier die eher dürftige Wikipedia-Definition des Begriffes). Sozusagen als Initiative für eine „slow-bewusste“ Art des Umgangs mit engagierten Mitarbeitern.

Mit meinen Freunden und Unternehmensentwicklern des Team Retail Excellence entwickelten wir aus eigener Überzeugung für die Sache eine eigene Zeitung, die den Entscheidern im Handel mutmachen soll, ihren Mitarbeitern mehr Verantwortung und Eigeninitiative anzuvertrauen.

Von 3,6 Mio. Beschäftigten im deutschprachigen Einzelhandel stufen allein in Deutschland 42 % ihre beruflichen Chancen als „eher schlecht“ ein. Nur 17 % können sich aber den Schritt in die eigene Selbständigkeit vorstellen. Folglich gibt es Millionen von potenziellen Intrapreneuren, die uns täglich in den Läden, Kaufhäusern und Shoppingmalls aller Art begegnen. Dies nicht selten ausgebremst, kaltgestellt, ritualisiert.

In der Zeitung ‚retail intrapreneur‘ stellen wir auf 20 großformatigen Seiten Beispiele für gelungenes Intrapreneurship vor. Wir interviewen z.B. Jochen Zeitz, den heutigen CEO von Puma, „Die Zeitung ‚retail intrapreneur‘.“ weiterlesen