Maison Martin Margiela in München.

Foto: Maison Martin Margiela

In die ehemaligen Räume der Enoteca Fellini an Münchens Nobelmeile Maximilianstraße ist im Frühjahr 2009 das erste Deutsche „Maison“ des Designers Martin Margiela eingezogen. (Gucci hatte zuvor das Cafe Roma vis á vis für eine haarsträubende Millionen-Ablöse übernommen und die bajuvarische Hauptstadt damit um einen Neu- und Pseudoreichen-Treffpunkt ärmer gemacht. Nun halten die Ferraris mit Starnberger Kennzeichen eben nicht mehr hier in zweiter Spur um Blondchen aufzulesen sondern um lackierte Tragetaschen auf den Rücksitz plumpsen zu lassen.)

Bei Margiela ist aber einiges anders. „Maison Martin Margiela in München.“ weiterlesen

Masskonfektion Niegisch in Mannheim.

Foto: Masskonfektion Niegisch

1998 eröffnete Susanne Niegisch ihr sehr charmantes Eckgeschäft in einem Jugendstilhaus in Mannheims schöner Oststadt, in Nähe des Luisenparks und gegenüber des Nationaltheaters gelegen.

Sie bietet Masskonfektion in gehobener Qualität für Damen und Herren. Erstere finden hier neben eigenen Entwürfen der Inhaberin die Möglichkeit, eigene Blusenmodelle fertigen zu lassen – man kann verschiedene Formen, Manschetten, Kragen individuell zusammenstellen und den gewünschten Stoff aussuchen. Herren lassen sich vorzugsweise Business- und Hochzeitsanzüge auf den Leib schneidern. „Masskonfektion Niegisch in Mannheim.“ weiterlesen

Slow Paintings.

Foto: Museum Morsbroich

Das Museum Morsbroich in Leverkusen zeigt noch bis zum 7. Februar 2010 die Ausstellung Slow Paintings. Sie konzentriert sich auf Bilder der letzten fünf Jahrzehnte, die ungeachtet der Entwicklung zum ‚schnellen Bild‛ einem komplexen und lang andauernden Entstehungsprozess unterliegen.

Aus der Selbstbeschreibung: „Ausgehend von einem erweiterten Malerei-Begriff, beleuchtet die Ausstellung 60 Werke von international bekannten 32 Künstlerinnen und Künstlern auf den Aspekt ihrer Zeitlichkeit hin, auf die für sie benötigte Dauer in Produktion und Rezeption. … „Slow Paintings.“ weiterlesen

Ra Concept Store in Antwerpen.

Frisch von der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen kommend, haben Anna Kushnerova und Romain Brau einen spektakulären Concept Store in Antwerpen eröffnet: Ra in der Kloosterstraat kombiniert auf der ehemaligen Fläche einer Galerie auf 800 qm Mode, Bücher, Musik mit Kunst-Installationen und Events. Im Vordergrund steht für die beiden Designer die Präsentation junger, unbekannter Labels. „Wir möchten eine neue Energie kreieren“, sagt Anna, … Ra Concept Store in Antwerpen. weiterlesen

HaftCouture in Augsburg.

Bild: Haftcouture

Im Januar 2010 öffnet das Bayerische Textil- und Industriemuseum „tim“ in Augsburg seine Pforten. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen präsentiert die Deutsche Modeschule München ihre Modenschau. Wenige Tage darauf stellen die „Schneidereibetriebe der bayerischen Justizvollzugsanstalten“ ihre Modelle mit dem ungewöhnlichen Namen „HaftCouture“ vor.

Die Geschichte dieses Unternehmens: Für dieses außergewöhnliche Mode-Ereignis sind außergewöhnliche Modelle gefordert. Schnell war sich die Museumsleitung und die Service- und Koordinierungsstelle der Arbeitsbetriebe der bayerischen Justizvollzugsanstalten einig, in einem kreativen Wettbewerb außergewöhnliche Modelle zu präsentieren, 40 bis 50 Kreationen sollten es schon sein.

Foto: Haftcouture

Der Wettbewerb wurde im Februar 2009 ausgelobt und alle 13.000 Inhaftierten der bayerischen Justizvollzugsanstalten waren zur Teilnahme aufgerufen. „HaftCouture in Augsburg.“ weiterlesen

Das Green Building von REWE.

Dieser neue REWE-Markt im Süden Berlins ist CO2-neutral. Das bedeutet, Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-, Klima- und Kälteanlagen belasten die Umwelt nicht mit Kohlendioxid-Emissionen. Zu seinen weiteren Besonderheiten gehört eine Tageslichtarchitektur, die mit energiesparenden Bautechniken, bester Dämmung, nachhaltigen Materialien und dem Einsatz regenerativer Energien kombiniert wird. Im Ergebnis verbraucht der Green Building-Konzeptmarkt über 40 Prozent weniger Energie als ein REWE-Standardmarkt. „Mit dem REWE Green Building unterstreicht die … Das Green Building von REWE. weiterlesen

Kristallene Konsumk(r)ämpfe in Las Vegas.

Foto: Spiegel.de

Immer verzweifelter werden weltweit die Anstrengungen, künstliche Einkaufs- und Erlebniswelten aus der Retorte zu schaffen und immer wahnwitziger die Investitionen: Der gerade eröffnete CityCenter-Komplex am Strip in Las Vegas (Claim: „Capital of the new world“) verschlang 8.500.000.000 US-Dollar an Geldern ausschließlich privater Investoren – das größte Projekt dieser Art in der Geschichte der USA. Typisch Amerikanisch sind die superlativen Dimensionen in Größe, Kosten und Bau-Geschwindigkeit. Der bröckelnd-superlative Staat Dubai hat übrigens die Hälfte der Investionen dazu gegeben, in künstlichen Welten kennt man sich hier schließlich aus.

Foto: Focus.de

Herz des Hotel- und Casinokolosses ist das Shoppingcenter Crystals, entworfen vom superlativen Stararchitekten Daniel Libeskind. Wie Superman’s heiliger Gral (s. Foto oben) mutet es an, jener fiktiven Comic-Parallelwelt, voll von Kristallen, in der übrigens bisweilen auch Gefahr für den Superhelden droht und in der Kämpfe in Hollywood-Manie(r) ausgefochten werden. Geborgenheit findet Clark Kent hier nicht, dazu kuschelt er sich lieber gelegentlich mit Gattin Lois Lane im Greenwich-Village-Apartment ins Sofa. „Kristallene Konsumk(r)ämpfe in Las Vegas.“ weiterlesen

Markus Wilkens in Düsseldorf.

Foto: markuswilkens.de

Auch ein Perlfisch: In einem schönen, alten Hinterhof im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort hat Markus Wilkens sein Atelier. Hier fertigt er von Hand nach eigenen Entwürfen Möbel und Einrichtungen aus Stahl, Glas und Holz. Seine größte Leidenschaft gehört aber dem Licht und seinen vielfältigen Facetten. So entstehen individuelle Lichtobjekte, die neue Perspektiven des Raumes schaffen und mit Schatteneffekten spielen. „Markus Wilkens in Düsseldorf.“ weiterlesen

Chelsea Market in New York.

Foto: cityrecessionista.wordpress.com

In den 1990er Jahren kaufte der Investor Irwin B. Cohen ein Konsortium der wichtigsten National Biscuit Gebäude im New Yorker Stadtteil Chelsea.  In den folgenden Jahren wurde hier der historische Gebäudekomplex zwischen 9. und 10. Avenue als Chelsea Market neu erfunden. Im Erdgeschoss schuf er mit seinen Architekten eine lange, innere Shopping- und Gastronomie-Arkade, mittlerweile ein spektakuläres Ziel in West Chelsea – dem ehemaligen Fabrik-Bezirk, der heute hauptsächlich von Millionen-Dollar-Lofts und entsprechenden Bewohnern geprägt ist. Wer durch den Chelsea Market schlendert, der fühlt sich wie in einem postindustriellen Themenpark, sorgfältig ausgestattet mit den Trümmern einer verlorenen industriellen Kultur, mit Lebensmittelgeschäften und Restaurants durchsetzt. „Chelsea Market in New York.“ weiterlesen