Tante Emma online.

„Das World Wide Web bringt Tante Emma zurück“ schreibt Thomas Knüwer in seinem Essay „Sehnsucht nach Tante Emma“, kürzlich im Handelsblatt erschienen. „Nach ihr sehnen sich viele Menschen zurück. Ja, sehnen. Das Wort fällt fast immer, geht es um Einkaufserlebnisse und Dienstleistungsqualität. Sehnsucht – nicht nur nach einer älteren Dame hinter der Ladentheke, sondern vor allem nach dem, was sie verkörpert. Tante Emma kannte diejenigen, … Tante Emma online. weiterlesen

Savile Row Bespoke.

Foto: savilerowbespoke.com

Die Londoner Strasse Savile Row gilt weltweit als Synonym für die Kunst und das Handwerk der englischen Maßschneiderei. Der Savile Row Bespoke-Verband vereint die Gründerväter der „Row“ mit neuen Schneidern des „new establishment“, deren gemeinsamer Beruf sie im Stadtteil Mayfair über zwei Jahrhunderte lang etabliert hat.

Maßschneiderei ist die Haute Couture für Männer und die Savile Row hat jedes Testimonial der männlichen Eleganz von Nelson, Valentino und Astaire bis Sinatra, Jagger und Jude Law eingekleidet. Nicht zu erwähnen gekrönte Häupter, Staatsmänner und Kapitäne der Industrie, deren Namen zu nennen man hier viel zu diskret ist. „Savile Row Bespoke.“ weiterlesen

Kunst statt Shopping.

Foto: Slowretail

Auch wenn es hier so aussieht, als sei diese Dame gerade auf dem Heimweg vom Wochenend-Einkauf – sie ist eine Skulptur von Duane Hanson und steht im sehenswert neu sortierten Hamburger Bahnhof in Berlin. Wie auch die wunderbare Garteninstallation von Dieter Roth unten, die immer weiter gedeiht. Und Paul McCarthy’s Jacko, der bekanntlich final vollendet ist. „Kunst statt Shopping.“ weiterlesen

Showroom of Love in Köln.

Die Handelsagentur Friendly Products öffnet zwischen dem 7. und 19. Dezember 2009 im Belgischen Viertel in Köln einen Pop-up-Store. Das Projekt trägt den Namen „Showroom of Love“ und soll nach eigenen Angaben die Verbundenheit der Veranstalter mit ihren Streetwear-Marken und deren Produkten repräsentieren. Auf knapp 200 qm werden sowohl aktuelle Kollektionsteile als auch solche aus vergangenen Saisons der Labels Stüssy, Nike Skateboard, Wemoto, Cleptomanicx, Undefeated, … Showroom of Love in Köln. weiterlesen

Schmuckgut in Düsseldorf.

Foto: Schmuckgut

Auch ein Perlfisch: Die Designer und Goldschmiede Melanie Tillig und Thomas Goeser sind seit 2002 in der Düsseldorfer Nordstrasse mit ihrem Laden Schmuckgut heimisch – dabei wollten sie ursprünglich nur eine gemeinsame Werkstatt beziehen. Es bot sich aber schnell die Chance, Entwurf, Fertigung und Verkauf zu verbinden und so wurden die beiden nebenbei und autodidaktisch zu Einzelhändlern.

Der schmucke Stadtteil Pempelfort ist eine Hochburg für kreative Geschmeidefertiger, weitaus authentischer, erlebnisreicher und preiswürdiger als z.B. die schnöde Kö. Wer individuelle Einzelstücke und ehrliche Beratung sucht, sollte hier durch die Straßen bummeln und mit den Machern direkt persönlich in Kontakt treten.

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Eine Zeitkonserve: Angel Bär.

Foto: http://www.haraldschroeder.de

Aus dem Buch „Zeitkonserven – Frankfurter Traditionsgeschäfte“.

Dass Bären gute Fischer sind, ist allseits bekannt. Man denke nur an die Grizzlybären in Nordamerika, die in reißenden Flüssen die fettesten Lachse fangen.

Aber auch in Frankfurt gibt es einen Bären, der sich aufs Angeln spezialisiert hat- und das schon seit dem Ersten Weltkrieg. „Wann genau der Laden eröffnet wurde, ist unbekannt. Die Unterlagen sind während des Zweiten Weltkriegs verbrannt. Meine Familie führt die Geschäfte jedoch seit knapp 30 Jahren“, sagt Jörg Kraft.

Er selbst hat den Laden vor 16 Jahren von seinen Eltern übernom­men. „Mein Vater ist ein begeisterter Angler, aber dass er einmal für seine Familie die Brötchen mit seinem Hobby verdienen würde, das hat er sich auch nicht erträumt“, erzählt der 40-Jährige. Doch dann habe sich dem gelernten Restaurator 1980 die Gelegenheit geboten, das Angelfachgeschäft in der Braubachstraße zu über­nehmen. Und die Chance habe der Vater ergriffen. „In einer Kneipe haben sich mein Vater und der Vorbesitzer per Handschlag ge­einigt. Das ging damals noch“, sagtJörg Kraft. Denn damals habe noch das Wort gezählt. „Eine Zeitkonserve: Angel Bär.“ weiterlesen

12.12.09: Erster Carrotmob in Frankfurt.

Der Carrotmob ist eine besondere Form des Smart Mob. Unterstützer werden dazu aufgerufen, bei einem ausgesuchten Laden an einem bestimmten Tag einzukaufen. Der Ladenbesitzer hat zuvor seine Bereitschaft erklärt, einen festgesetzten Teil seines Gewinnes, den er im Rahmen des Carrotmobs erzielt, in eine klimagerechte Sanierung seines Ladens zu investieren. „Wir halten der Wirtschaft die Karotte hin“, so Brad Burton, US-amerikanischer Mitinitiator der mittlerweile weltweit aktiven … 12.12.09: Erster Carrotmob in Frankfurt. weiterlesen

Das Fach-Geschäft in Düsseldorf.

Foto: Fach-Geschäft

Auch ein Perlfisch: Maja Jozovic eröffnete 2006 ihr ganz persönliches Fach-Geschäft im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort. Ihr Fachgebiet: Fächer. Rund 90 Stück davon machen den kleinen, charmanten Laden aus und beherbergen zugleich das Warenangebot. Sie sind voller phantasievoller, in Handarbeit hergestellter Pretiosen: Schmuck, Kunst, Mode und Accessoires für Erwachsene und Kinder, Haushaltsgegenstände und alles mögliche, das sich am treffendsten unter Rubrik „Sachen“ zusammenfassen lässt. Gemeinsam haben alle Produkte, dass sie individuell entworfen und in kleinen Serien von Hand hergestellt werden.

Besonders ist, dass die Fachfrau die Waren nicht einfach ein- und verkauft. Sie vermietet die einzelnen Fächer stattdessen, frei von eigenem Warenrisiko, an die Designer und Hersteller der Produkte, die dadurch eine vertriebliche Plattform erhalten. In der Fachsprache definiert sich das Konzept als Concession-System – Maja stellt den Raum und sich selbst als Verkäuferin zur Verfügung, dafür erhält sie eine Monatsmiete je Fach und eine Provision für jedes verkaufte Unikum. „Das Fach-Geschäft in Düsseldorf.“ weiterlesen

Die Perlfische in Düsseldorf.

Die individuellen Händler und Manufaktur-Ateliers im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort haben sich zu einem kreativen Netzwerk, den Perlfischen, zusammengetan, das sie miteinander verknüpft und gemeinsame Stärke gibt. In diesem Herbst fand erstmalig das nächtliche Perlfischen namens Nightfisch in den Fischgründen statt, ergänzt um den Dayfisch. Aber auch ausserhalb gemeinsamer Events halten die Kreativen in ihrem Quartier zusammen und haben erkannt, dass miteinander mehr Aufmerksamkeit zu erreichen ist. „Die Perlfische in Düsseldorf.“ weiterlesen

Die Lebküchnerei Woitinek in Nürnberg.

Foto: Lebküchnerei Woitinek

Original Nürnberger Lebkuchen erster Qualität fertigt die Lebküchnerei Woitinek seit über 100 Jahren. Dies nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern ganzjährig! Suchtgefahr inklusive.

Die Woitineks produzieren, im Gegensatz zur industriellen Massenware, noch handwerklich im Familienbetrieb. Die Elisen-, Haselnuß- und Oblaten-Lebkuchen haben einen sehr hohen Haselnuß-, Honig- und Nußmarzipananteil. Dadurch bleiben die Lebkuchen lange saftig und frisch. Die Rezepturen sind natürlich nach alten überlieferten Rezepten hergestellt – und Betriebsgeheimnis. Dennoch bleibt in der Herstellung genug Freiraum um die Produkte geschmacklich und qualitativ von anderen Nürnberger Lebkuchen abzuheben. Alle Lebkuchen werden mit feinster Zartbitterkuvertüre oder Mandeln veredelt. Zum Abschluß werden sie liebevoll Stück für Stück mit der Hand verpackt.

Foto: Lebküchnerei Woitinek

Den Beruf des „Lebzelters“ gibt es als Lehrberuf nicht mehr, er wird weitergegeben; „Die Lebküchnerei Woitinek in Nürnberg.“ weiterlesen

Die Filz.Kunst.Schule in Düsseldorf.

Foto: Filz.Kunst.Schule

Ein weiterer Perlfisch: Die Architektin und Malerin Inga Dünkelberg-Niemann ist 2007 dem Filz verfallen und begeistert seitdem auch andere Menschen für dieses uralte Handwerk.

In ihrem Laden-Atelier aki N. in der Pempelforter Parkstraße gibt sie unermüdlich das ganze Jahr über Filz-Kurse und Workshops für Erwachsene und Kinder, letztere können bei Inga auch ihren Geburtstag mit Freunden feiern und zugleich zweierlei Bleibendes davon mitbringen: das erarbeitete Produkt und die Fertigkeit des Filzens. „Die Filz.Kunst.Schule in Düsseldorf.“ weiterlesen

Sissirossi in Berlin.

Foto: Sissirossi

Wieder Berlin, wieder Torstraße. Man fragt sich, wer nach den ganzen Pop-Up-Shops in dieser Meile in Mitte ansässig wird – vielleicht weitere temporäre Läden. Dann entsteht dort ein ganz neuer Marktplatz, diesmal nur nicht gleichzeitig sondern nacheinander.

Diesmal ist es das Italienische Taschenlabel Sissirossi, das zwischen Oranienburger Straße und Hauptbahnhof seine Hauptstadt-Dependance eröffnet. In den Galerie-Räumen von Lucas Carrieri gestaltet der Künstler Swen Kählert das täschnerische Umfeld während der Öffnung des Projekts bis Ende Januar 2010 täglich (!) neu. Regelmäßig finden auch Events im Laden statt, die schon so manch prominente Handtaschenfreundin gelockt haben.

Foto: Sissirossi

Ein Highlight (neben den Taschen): Die „Großstadtoase“, die der Künstler so erklärt: „Sissirossi in Berlin.“ weiterlesen