Gülzow liegt im Trend.
In Spiegel Online erschien heute ein Bericht über die Rückkehr der Nachbarschaftsläden in der Provinz, der die Slowretail Überzeugungen erfreulich bestätigt. Ein Auszug: „Gülzows MarktTreff ist der Tante-Emma-Laden des 21. Jahrhunderts. Eigentlich war das alte Kaufmannsmodell für tot erklärt worden: Während die großen Märkte wuchsen, gingen die kleinen Geschäfte pleite, gegen die Schnäppchen der Discounter hatten sie keine Chance. Mehr als 20.000 Lebensmittelläden haben in … Gülzow liegt im Trend. weiterlesen
20 Jahre Mauerfall im KaDeBe.
Gegründet im Jahre 1907, erlebte das KaDeWe nach seiner wechselhaften Geschichte unmittelbar nach der Maueröffnung über mehrere Tage einen wahren Ansturm von Besuchern, vor allem in der legendären Feinschmeckeretage. Über 200.000 DDR-Bürger bestaunten täglich das bekannte Kaufhaus des Westens und legten den Verkauf weitgehend lahm. Am 09. November jährt sich der Mauerfall zum zwanzigsten mal. Zu diesem Anlass präsentiert sich das KaDeWe als „KaDeBe – … 20 Jahre Mauerfall im KaDeBe. weiterlesen
Früh übt sich.
Die Sprösslinge vom Autor dieses Blogs übten sich dieses Wochenende im Handel: Beim Krims-Krams-Markt der Dorf-Grundschule im Örtchen Lembeck (NRW). Mehrere dutzend Kinder boten ihre Waren feil, jeder hatte einen Schultisch zur freien Verfügung, um abgelegtes Spielzeug einer weiteren Wertschöpfung zuzuführen. Dabei wurde so manches unter Wert oder auch überteuert – weil nach reiflicher Überlegung doch nur ungern – abgegeben. Renner waren alle Arten von … Früh übt sich. weiterlesen
Der Original Berliner Trödelmarkt.

Es gibt ihn an diesem Ort, der Straße des 17. Juni in Berlin, bereits seit über 30 Jahren: Den Original Berliner Trödelmarkt, der der traditionsreichste der Hauptstadt ist. Jedes Wochenende stellen dort hunderte professionelle und private Händler echten Trödel aus, Tennissocken im 5er-Pack oder eingeschweisstes China-Spielzeug ist tabu.
Die Straße des 17. Juni in Charlottenburg ist eine der zentralen Verkehrsachsen Berlins. Sie führt mit unterschiedlichen Namen vom Charlottenburger Schloß über die Siegessäule bis zum Brandenburger Tor, hinter dem sie sich als „Unter den Linden“ in die Ost-City fortsetzt. Hier schoben sich in den neunziger Jahren die „Floats“ der Love Parade zwischen Millionen Raver, bevor die größte Party der Welt ins Ruhrgebiet verkauft wurde. Hier ist der Sitz der Technischen Universität und der Universität der Künste, alles wird umspült vom Landwehrkanal. „Der Original Berliner Trödelmarkt.“ weiterlesen
Die Kollektion der alten Läden.

Im niederrheinischen Goch lebt ein Puppenspieler. In einer denkmalgeschützten Mühle. Was das mit Slowretail zu tun hat? Viel, denn Heinz Bömler sammelt alte Ladeneinrichtungen. Etwa vier dutzend hat er schon, quer durch alle Fachgeschäfts-Branchen und schart sie auf dem weitläufigen Anwesen der Viller Mühle um sich. Wenn er sie nicht gerade als Kulisse an Filmproduktionen vermietet hat oder auf Events in ganz Deutschland mit ihnen unterwegs ist.
Eines der dienstältesten Exponate ist der Süsswarenladen von Frieda Schnupp, anno 1904. Ihm fehlt an Authentizität nur noch Frieda selbst, die vermutlich den Großteil ihres Lebens in diesem Laden mit zeitlosem Sortiment verbrachte. Einem anderen Schmuckstück, Joseph Goldstaubs Glanzbildladen, wurde die geschäftliche Grundlage entzogen: Glanzbilder gibt es fast nicht mehr und es wäre wohl frevelhaft, diesen Tresen heute mit überteuerten Pokémon- oder Match Attax-Sammelkarten zu bestücken. Schön an der Gocher Ladensammlung ist, daß die Läden mit ihren originalen Produkten gefüllt sind und damit ihre Bestimmung als „Warenträger“ bestätigen. Besonders eindrucksvoll ist hier der Eisenwarenladen, dessen alte Bretter vor Eisen- und Haushaltswaren nur so strotzen.

Buchtipp: Store fronts in New York.

Der Bildband „Store Front – The Disappearing Face of New York“ ist ein visuelles Vermächtnis für charakteristische Schaufenster in New York City, die zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Die beeindruckende Bildersammlung belegt die leise Verdrängung jener Händlerpersönlichkeiten, die zumeist spezialisierte Fachgeschäfte oder Nachbarschaftsläden unterhielten. Sie verkörperten für Ihre jahrzehntelangen Stammkunden einen Geist der Nähe, Vertrautheit, Komfort und Wärme. „Buchtipp: Store fronts in New York.“ weiterlesen
Das Phänomen Metzingen.

Früher hiess er firmenintern nur „der Altbau“. Jener aufgebene Produktionsbetrieb, in dem die Hugo Boss AG an ihrem Stammsitz in der schwäbischen Provinz Musterteile, Lagerüberhänge und leicht fehlerhafte Ware verkaufte. Heute ist die ehemalige Uniformfabrik des Gründers Hugo Ferdinand Boss zum weltweit bekannten Modelabel avanciert und eine der stärksten Lifestyle-Marken der Welt. Auf das Städtchen Metzingen, unweit von Stuttgart, hat diese Prominenz gehörig abgefärbt.
Vergoldete Bürgersteige, realisiert mit den Erträgen des Factory Outlet-Tourismus, sucht man im Ort zwar vergebens. „Das Phänomen Metzingen.“ weiterlesen
Neue Slowretail-Serie: Der Kiosk.

Des Einzelhandels kleinste Einheit ist er nicht. Dieses Privileg hat der Bauchladen. Als weltverbreitetes Kleinod ist der Kiosk aber ein architektonisches Unikum, das früher ganz anderen Zwecken als dem Handel vorbehalten war. Mit dieser Slowretail-Reihe werden in loser Folge Geschichten um Kioske in aller Welt vorgestellt, wir starten mit zwei zeitgenössischen Beispielen. „Neue Slowretail-Serie: Der Kiosk.“ weiterlesen
Pass the Baton in Tokyo.

Ein Second Hand-Laden, Version 2.0. Pass the Baton in Tokyo beschreibt sich als Marktplatz für Persönlichkeitskulturen und liefert zu den angebotenen Produkten aus zweiter Hand noch Informationen und Anekdoten über den früheren Besitzer. Im Marunouchi-Viertel Tokyos liegt der Pass the Baton-Store und trotzt den anonymen „fast moving“ Konsumgewohnheiten der Stadt, die in ihrer Metropolregion über 34 Mio. Einwohner zählt. In einem solchen Ballungsraum generieren auch zweit- und mehrfach verwertete Produkte Angebot und Nachfrage, spätestens seitdem die kunstgriffliche Bezeichnung „vintage“ den Second Hand-Markt weltweit gesellschaftsfähig und hip werden ließ. „Pass the Baton in Tokyo.“ weiterlesen
Die White Gallery in Rom.

An der Piazza Marconi in Rom hat gerade ein Projekt eröffnet, das mehr bietet als erlebnisreiches Shopping: Die White Gallery zelebriert auf edlen 5.000 qm eine mehrdimensionale Erlebniswelt zwischen Mode, Design, Kunst, Literatur, Musik, Technik und Gastronomie. „Die White Gallery in Rom.“ weiterlesen
Strategischer Konsum ist angesagt.

Das Online-Portal utopia.de beschreibt ihn schon länger: Den strategischen Konsum vieler Menschen, die bewusst einen Lebensstil pflegen, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Wobei der Lifestyle-Aspekt, im Gegensatz zur früheren Ökologiebewegung, nun einen gleichberechtigten Anteil im Dasein von immer mehr Konsumenten hat.
Strategischer Konsum bedeutet, dass gezielt jene Produkte des Alltags beim Einkauf bevorzugt werden, die ökologisch und sozial verträglich produziert und vermarktet sind. Immer mehr Verbrauchern ist der Mehrwert solcher Produkte auch preislich mehr wert. Wo früher allein die Hochglanz-spiegelnde Parfumverpackung faszinierte, kommt es heute auf Transparenz an: „Strategischer Konsum ist angesagt.“ weiterlesen
Ludwig3 in Regensburg (review).

Nun ist es vollbracht! Am letzten Wochenende hat Michaela Gielgen ihren Ethical Store Ludwig3 in Regensburg eröffnet – und setzt damit bundesweit Zeichen (Hier geht’s zur Fotogalerie). Der Laden heißt mit vollem Namen „unusual selected green concept store“ und bündelt namenskonform viele ungewöhnliche Labels, die allesamt soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Wie es sich für einen Concept Store gehört, gelten hier keine Branchengrenzen „Ludwig3 in Regensburg (review).“ weiterlesen
