Anthropologie in London.

Foto: Peter Schmies

Was vor 18 Jahren als kleiner Laden in Wayne/Pennsylvania, USA begann ist heute eine international agierende Lifestyle-Marke: Anthropologie steht damals wie heute für (weibliche) Individualität und schafft es trotz Filialisierung, diesem Ideal treu zu bleiben. Die Macher wünschen sich, daß man das Gefühl hat, nach Hause zu kommen, wenn man die Stores betritt.

Foto: Peter Schmies

Der Laden in Londons Regent Street ist ein solcher Ort: Überall kreative Bühnenbilder, wie zufällig arrangiert, „Anthropologie in London.“ weiterlesen

Lucien Pellat-Finet in Osaka.

Foto: Lucien Pellat-Finet

Er macht sündhaft teure Mode aus Kaschmir, in unverschämt hoher Qualität, kaum erschwinglich und nur für wenige erstrebenswert. Diese Nischen-Kombination ist zumindest einzigartig und Lucian Pellat-Finet offenbar gänzlich unbeeindruckt von neuer alter Wertekultur wie Preiswürdigkeit, -transparenz und so weiter und so weiter.

Foto: Lucien Pellat-Finet

Passend zu diesem Lebensideal hat Monsieur nun in Osakas bester Lage einen Laden eröffnet, der allerdings die oben umschriebenen Unzulänglichkeiten proaktiv aufgreift und sich ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit versteht. „Lucien Pellat-Finet in Osaka.“ weiterlesen

Dries van Noten in Antwerpen.

Foto: blogs.lexpress.fr/cafe-mode

Der inflationär bemühte Gattungs-Begriff „Flagship-Store“ ist eigentlich nicht der richtige für manche Läden, die als stolze Botschafter die Fahne für ihr Markenuniversum und ihre Produktwelt hochhalten. Es gibt weltweit nur ein paar Dutzend davon, denen man wirklich ansieht, dass sie ihre ganze eigene Identität entwickelt haben und dadurch faszinieren.

Der Laden des belgischen Designers Dries van Noten in Antwerpen gehört nicht zur Avantgarde der Modetempel, ist kein künstliches Architektenprodukt. Im historischen Kaufmannshaus „Het Modepaleis“, das wie die flandrische Antwort auf New Yorks Flatiron-Building anmutet, hat Herr van Noten seinen ersten Laden vor gut einem Jahrzehnt eingerichtet. „Dries van Noten in Antwerpen.“ weiterlesen

Ruhr 2010: Die Hochzeitsmeile in Duisburg.

Foto: duisburg.de

Das Ruhrgebiet ist in diesem Jahr bekanntlich Kulturhauptstadt Europas. Essen hat als Gewinner des Wettbewerbs alle anderen Städte des Reviers aufgefordert, an den kulturellen Aktivitäten mitzuwirken und so wurde aus „Essen 2010“ nun „Ruhr 2010„. Es bleibt abzuwarten, welche Chancen einer Neu-Positionierung des Images der Region national und international genutzt werden (können).

Slowretail wird die Aufmerksamkeit, die der „Ruhrstadt“ als größter der Deutschen Städte mit 5 Mio. Einwohnern in diesem Jahr zuteil wird, nutzen und über beachtenswerte Handelsbeispiele von dort berichten. Wir starten in Duisburg.

Im Stadtteil Marxloh bündeln sich die Gesellschaften mit Migrationshintergrund geradezu klischeehaft und der nicht gerade besonders weltkulturoffene, reale Spießer-Ruhri macht sich gerne lauthals Sorgen über eine drohende Infiltrierung des Islamismus im Deutschen Pott. „Ruhr 2010: Die Hochzeitsmeile in Duisburg.“ weiterlesen

Walter van Beirendonck baut um.

Foto: waltervanbeirendonck.com

Zugegeben, wenn einer seinen Laden umbaut, dann ist das sicher nichts Ungewöhnliches und wenn ein H&M,  Zara & Co. umbaut ist das wohl kaum eine Erwähnung wert. Bei „walter“ – so heißt der Laden des belgischen Mode-Designers Walter van Beirendonck – ist dies definitiv etwas anderes, denn Walter van Beirendonck hat sicher den aufregendsten Store aller Mode-Designer in Antwerpen. In einer pulsierenden Stadt wie Antwerpen gibt es natürlich Fashion-Stores wie Sand am Meer und gerade die beiden Antwerp Six Kollegen Ann Demeulemeester am Museum der Schönen Künste und Dries van Noten beim Mode Museum um die Ecke sind einen Besuch und einen zweiten Blick immer Wert.

Was den Store von Walter van Beirendonck grundsätzlich von den anderen unterscheidet, ist zum einen die Lage und zum anderen das Konzept. „Walter van Beirendonck baut um.“ weiterlesen

Maison Martin Margiela in München.

Foto: Maison Martin Margiela

In die ehemaligen Räume der Enoteca Fellini an Münchens Nobelmeile Maximilianstraße ist im Frühjahr 2009 das erste Deutsche „Maison“ des Designers Martin Margiela eingezogen. (Gucci hatte zuvor das Cafe Roma vis á vis für eine haarsträubende Millionen-Ablöse übernommen und die bajuvarische Hauptstadt damit um einen Neu- und Pseudoreichen-Treffpunkt ärmer gemacht. Nun halten die Ferraris mit Starnberger Kennzeichen eben nicht mehr hier in zweiter Spur um Blondchen aufzulesen sondern um lackierte Tragetaschen auf den Rücksitz plumpsen zu lassen.)

Bei Margiela ist aber einiges anders. „Maison Martin Margiela in München.“ weiterlesen

Masskonfektion Niegisch in Mannheim.

Foto: Masskonfektion Niegisch

1998 eröffnete Susanne Niegisch ihr sehr charmantes Eckgeschäft in einem Jugendstilhaus in Mannheims schöner Oststadt, in Nähe des Luisenparks und gegenüber des Nationaltheaters gelegen.

Sie bietet Masskonfektion in gehobener Qualität für Damen und Herren. Erstere finden hier neben eigenen Entwürfen der Inhaberin die Möglichkeit, eigene Blusenmodelle fertigen zu lassen – man kann verschiedene Formen, Manschetten, Kragen individuell zusammenstellen und den gewünschten Stoff aussuchen. Herren lassen sich vorzugsweise Business- und Hochzeitsanzüge auf den Leib schneidern. „Masskonfektion Niegisch in Mannheim.“ weiterlesen

Ra Concept Store in Antwerpen.

Frisch von der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen kommend, haben Anna Kushnerova und Romain Brau einen spektakulären Concept Store in Antwerpen eröffnet: Ra in der Kloosterstraat kombiniert auf der ehemaligen Fläche einer Galerie auf 800 qm Mode, Bücher, Musik mit Kunst-Installationen und Events. Im Vordergrund steht für die beiden Designer die Präsentation junger, unbekannter Labels. „Wir möchten eine neue Energie kreieren“, sagt Anna, … Ra Concept Store in Antwerpen. weiterlesen

HaftCouture in Augsburg.

Bild: Haftcouture

Im Januar 2010 öffnet das Bayerische Textil- und Industriemuseum „tim“ in Augsburg seine Pforten. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen präsentiert die Deutsche Modeschule München ihre Modenschau. Wenige Tage darauf stellen die „Schneidereibetriebe der bayerischen Justizvollzugsanstalten“ ihre Modelle mit dem ungewöhnlichen Namen „HaftCouture“ vor.

Die Geschichte dieses Unternehmens: Für dieses außergewöhnliche Mode-Ereignis sind außergewöhnliche Modelle gefordert. Schnell war sich die Museumsleitung und die Service- und Koordinierungsstelle der Arbeitsbetriebe der bayerischen Justizvollzugsanstalten einig, in einem kreativen Wettbewerb außergewöhnliche Modelle zu präsentieren, 40 bis 50 Kreationen sollten es schon sein.

Foto: Haftcouture

Der Wettbewerb wurde im Februar 2009 ausgelobt und alle 13.000 Inhaftierten der bayerischen Justizvollzugsanstalten waren zur Teilnahme aufgerufen. „HaftCouture in Augsburg.“ weiterlesen

Savile Row Bespoke.

Foto: savilerowbespoke.com

Die Londoner Strasse Savile Row gilt weltweit als Synonym für die Kunst und das Handwerk der englischen Maßschneiderei. Der Savile Row Bespoke-Verband vereint die Gründerväter der „Row“ mit neuen Schneidern des „new establishment“, deren gemeinsamer Beruf sie im Stadtteil Mayfair über zwei Jahrhunderte lang etabliert hat.

Maßschneiderei ist die Haute Couture für Männer und die Savile Row hat jedes Testimonial der männlichen Eleganz von Nelson, Valentino und Astaire bis Sinatra, Jagger und Jude Law eingekleidet. Nicht zu erwähnen gekrönte Häupter, Staatsmänner und Kapitäne der Industrie, deren Namen zu nennen man hier viel zu diskret ist. „Savile Row Bespoke.“ weiterlesen

Die Filz.Kunst.Schule in Düsseldorf.

Foto: Filz.Kunst.Schule

Ein weiterer Perlfisch: Die Architektin und Malerin Inga Dünkelberg-Niemann ist 2007 dem Filz verfallen und begeistert seitdem auch andere Menschen für dieses uralte Handwerk.

In ihrem Laden-Atelier aki N. in der Pempelforter Parkstraße gibt sie unermüdlich das ganze Jahr über Filz-Kurse und Workshops für Erwachsene und Kinder, letztere können bei Inga auch ihren Geburtstag mit Freunden feiern und zugleich zweierlei Bleibendes davon mitbringen: das erarbeitete Produkt und die Fertigkeit des Filzens. „Die Filz.Kunst.Schule in Düsseldorf.“ weiterlesen

Sissirossi in Berlin.

Foto: Sissirossi

Wieder Berlin, wieder Torstraße. Man fragt sich, wer nach den ganzen Pop-Up-Shops in dieser Meile in Mitte ansässig wird – vielleicht weitere temporäre Läden. Dann entsteht dort ein ganz neuer Marktplatz, diesmal nur nicht gleichzeitig sondern nacheinander.

Diesmal ist es das Italienische Taschenlabel Sissirossi, das zwischen Oranienburger Straße und Hauptbahnhof seine Hauptstadt-Dependance eröffnet. In den Galerie-Räumen von Lucas Carrieri gestaltet der Künstler Swen Kählert das täschnerische Umfeld während der Öffnung des Projekts bis Ende Januar 2010 täglich (!) neu. Regelmäßig finden auch Events im Laden statt, die schon so manch prominente Handtaschenfreundin gelockt haben.

Foto: Sissirossi

Ein Highlight (neben den Taschen): Die „Großstadtoase“, die der Künstler so erklärt: „Sissirossi in Berlin.“ weiterlesen